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Spielplatz zu verkaufen: Fehler auf der Stadt-Homepage

Von: hes
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Höfen. Guido Jansen staunte nicht schlecht, als er am Freitag die Zeitung aufschlug und vom beschlossenen städtischen Zuschuss (2500 Euro) für die Aufwertung des Kinderspielplatzes in Alzen las.

Das ehemalige Ratsmitglied aus Höfen, heute nicht mehr politisch aktiv und auch nicht mehr Parteimitglied der Sozialdemokraten, hatte erst kurz zuvor im Internet gelesen, dass die Stadt Monschau genau jenes Grundstück zum Verkauf als Bauland angeboten hatte, auf dem sich der Spielplatz befindet.

„Die Stadt bietet auf ihrer Internetseite eine Vielzahl von städtischen Grundstücken in Höfen an, die - wie es dort heißt - für die Weiterführung städtischer Aufgaben nicht mehr benötigt werden. Deshalb sollen diese Grundstücke nun meistbietend veräußert werden”, berichtete er von seiner Recherche im Netz. Dabei fiel ihm dann unter anderem das Grundstück in der Gemarkung Höfen, Flur 8, Flurstück 3 ins Auge. „Ein Blick in den Lageplan verriet schnell, um welches Grundstück es sich dabei handelt: Es ist der Kinderspielplatz in Alzen”, so Jansen, der sich wunderte: „Obwohl dem Höfener Ortsvorsteher und der Bürgermeisterin der geplante Verkauf des Kinderspielplatzes in Alzen bekannt ist, soll der Spielplatz in Alzen saniert und mit neuem Spielgerät ausgerüstet werden?”

Bevor „nun mal wieder viel Geld in den Sand gesetzt” werde, müsse der Verkauf des Kinderspielplatzes in Alzen vom Tisch oder besser gesagt aus dem Netz sein, forderte Guido Jansen in einem Leserbrief am Freitag.

Eine Nachfrage der Redaktion in der Verwaltung aber brachte umgehend Klärung: „Es gibt inzwischen eine überholte Liste der zu veräußernden städtischen Gebäude und Grundstücke”, versicherte Bürgermeisterin Margareta Ritter gegenüber unserer Zeitung, und in dieser Liste tauche das besagte Grundstück nicht mehr als „zu verkaufen” auf.

Die Bürgermeisterin bedauerte die fehlende Aktualität des Beitrags auf der Homepage der Stadt und dankte Guido Jansen für das „aufmerksame Studium unserer Internetseite”. Der so Gelobte allerdings klang nicht so positiv: „Leider kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier einige Leute wohl etwas überfordert sind und die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut...”
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