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Speicherkraftwerk soll 2019 ans Netz gehen

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Simmerath/Aachen. Die ersten Antragsunterlagen zur Änderung des Regionalplans für die geplanten Wasserspeicherkraftwerke im Weserbergland und in der Eifel sind eingereicht.

Die Aachener Stadtwerkekooperation Trianel übergab den Bezirksregierungen in Köln und Detmold die so genannten Scoping-Unterlagen.

Die Bezirksregierungen Köln und Detmold werden nun auf der Basis der Unterlagen mit den Trägern Öffentlicher Belange wie Kommunen, Landwirtschaftskammern, Wasserbehörden, Denkmalschutzbehörden und Umweltverbänden den Untersuchungsrahmen für die Umweltprüfung abstimmen.

Das rund 40-seitige Papier beschreibt die geplanten Wasserspeicherkraftwerke und schlägt einen umfangreichen Untersuchungskatalog vor, um die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in den Regionen zu prüfen.

Die geplanten Vorhaben bedingen Änderungen des Regionalplans für den Regierungsbezirk Detmold, Teilabschnitt Paderborn-Höxter und für den Regionalplan des Regierungsbezirks Köln, Teilabschnitt Region Aachen.

Frühzeitige Beteiligung

„Es ist uns sehr wichtig, möglichst früh nicht nur die Behörden und die Träger Öffentlicher Belange, sondern auch die Bürger zu informieren”, erläutert Dr. Markus Hakes, Projektleiter Wasserspeicherkraftwerke bei der Trianel GmbH in Aachen. Im nachfolgenden Regionalplanungsverfahren besteht für die Öffentlichkeit die Gelegenheit, zu den Planungen Stellung zu nehmen.

Am Standort Simmerath in der Eifel schreiten die Planungen ebenfalls voran. Als Unterbecken soll hier Deutschlands zweitgrößte Talsperre, der Rurstausee, dienen. Das Oberbecken mit einer Wasserfläche von rund 50 Hektar ist im Bereich des heutigen Windparks nahe dem Ort Simmerath-Strauch geplant. Mit einer geplanten Leistung von 690 Megawatt und einer geplanten Investitionssumme von rund 700 Millionen Euro wäre das Trianel Wasserspeicherkraftwerk Rur das viertgrößte Speicherkraftwerk in Deutschland und das größte in NRW.

Im Weserbergland im Kreis Höxter plant Trianel das Wasserspeicherkraftwerke Nethe eine Nummer kleiner als in der Eifel. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 390 Megawatt haben. Nach ersten Abschätzungen betragen die Investitionskosten rund 500 Millionen Euro. Das geplante Kraftwerk liegt auf dem Gebiet der Städte Beverungen und Höxter. Eine erste geologische Abschätzung kommt zu dem Ergebnis, dass für diesen Standort sowohl ein Kavernen- als auch ein Schachtkraftwerk infrage kommen. Beiden Arten ist gemeinsam, dass der Maschinenraum für Turbinen, Pumpen und Generatoren komplett unterirdisch liegt. Die notwendigen Maschinenräume werden unterschiedlich errichtet - entweder in bergmännischem Vortrieb (Kaverne) oder in Brunnenbautechnik (Schachtkraftwerk).

Wasserspeicherkraftwerke sind aus Sicht von Experten wichtiger Bestandteil der Energiewende, um die zunehmende, fluktuierende Einspeisung der Erneuerbaren Energien in den Stromnetzen auszugleichen.

Trianel rechnet mit den ersten positiven Entscheidungen für die zwei Regionalplanänderungen und die ebenfalls notwendigen Raumordungsverfahren für die Netzanbindung der Wasserspeicherkraftwerke im Herbst 2012.

Dies sind die ersten Schritte, weitere Planungs- und Genehmigungsprozesse müssen noch folgen. 2019 sollen die Kraftwerke ans Netz gehen.
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