Spediteur sieht Licht am Ende des Tunnels: „Jede Krise hat was Gutes”

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
kreutzbild
Teamgeist ist eine Stärke der Firma: Auch in der Krise strahlt die Mannschaft des Kalterherberger Transport-Unternehmens Zuversicht aus. Foto: P. Stollenwerk

Kalterherberg. In den 20 Jahren seines Bestehens ist es für das Kalterherberger Speditionsunternehmen „immer nur nach oben gegangen”, erzählt Geschäftsführer Bernd Kreutz. Doch Ende 2008 erwischte ihn wie auch viele andere Unternehmen die Wirtschaftskrise.

Der 43-jährige aber ist eine Kämpfernatur, und hat mit der den Menschen in der Eifel eigenen Willenskraft in Verbindung mit neuen unternehmerischen Ideen, die Kurve bekommen. Jetzt, im Frühjahr 2009, sieht der rührige Unternehmer sogar schon wieder Licht am Ende des Tunnels, wenngleich er erwähnenswerte Gewinne erst wieder im letzten Quartal 2010 erwartet.

Die Umzugspläne des Unternehmens weg vom Standort Kalterherberg „haben wir aber zunächst einmal auf Eis gelegt,” macht Bernd Kreutz deutlich man sich nun vorerst einmal auf das Kerngeschäfts konzentrieren müsse.

Durch die wirtschaftliche Talfahrt erlitt auch das Transportunternehmen aus Kalterherberg Verluste. So konnten acht Arbeitsverträge des insgesamt 150 Mitarbeitern zählenden Unternehmens Ende 2008 nicht verlängert werden. Die Fahrzeugflotte musste von 72 auf 66 Züge reduziert werden. Derzeit sind es wieder 67 Züge, aber das ändert nichts daran, dass das Unternehmen Umsatzeinbußen zwischen acht und zehn Prozent hinnehmen musste.

Abhängig von der Stahlindustrie

„Wir hängen zu fast 15 Prozent an der Automobil- und Stahlindustrie”, erläutert Bernd Kreutz, doch sei es gelungen, mit den wichtigsten Geschäftspartnern eine Konzept zu erarbeiten, um die Kooperation aufrecht zu erhalten. Kreutz: „Das Auskommen ist gesichert, aber ob das Konzept Gewinne bringt, werden wir erst in zwei Monaten sehen.” Auf diese Weise aber hoffe man, „das Schiff auf Kurs zu halten.” Zu diesen Partnern gehört auch „Arcelor Steel” in Belgien, mit 320.000 Mitarbeitern, der weltweit größte Stahlkonzern.

„Wer mit Leidenschaft sein Unternehmen führt, wird gestärkt aus der Krise hervorgehen”, ist Bernd Kreutz überzeugt, der auch einräumt, „dass jede Krise ihr Gutes hat.”

Das merkt er auch im eigenen Unternehmen: „Die Disziplin wächst, und jeder Cent wird wieder zweimal herumgedreht.” In diesen schwierigen Zeiten werde auch jedem Unternehmer auch ein Spiegel vorgehalten, „ob ich meine Hausaufgaben gemacht habe.”

Der Blick an der Kuhlengasse in Kalterherberg geht dennoch nach vorne. Bernd Kreutz: „Wenn der Markt es hergibt, dann wollen wir wieder moderat wachsen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert