Monschau - SPD stellt Ratsantrag: Generationengerechte Stadt statt Landflucht

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SPD stellt Ratsantrag: Generationengerechte Stadt statt Landflucht

Von: ess
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Auch in der Stadt Monschau wird die Bevölkerung immer älter. Der demografischen Entwicklung möchte die Stadt unter anderem mit einer erhöhten Attraktivität für junge Familien entgegentreten.

Monschau. Die demographischen Prognosen verheißen für die Nordeifel nichts Gutes. Bei rückläufiger Bevölkerungszahl gerät die Region leicht zum Auslaufmodell.

Diese Entwicklung will die Monschauer SPD nicht hinnehmen und betont in einem Antrag an den Rat dringenden Handlungsbedarf. Bei den übrigen Fraktionen und bei der Monschauer Stadtverwaltung rennen die Sozialdemokraten damit offenen Türen ein.

Monschau solle auch für die Kinder noch liebens- und lebenswert sein, begründete Roland Krökel den Vorstoß der SPD. Die Neubaugebiete im Stadtgebiet würden nicht in dem Maße angenommen, wie man sich das erhoffe. Krökel: „Wir müssen einer Landflucht vorbeugen.” Um detailliertes Zahlenwerk zu erhalten, solle zunächst Dr. Nina Mika-Helfmeier von der Städteregion Aachen die demographischen Werte für Monschau erläutern.

„Keine einfachen Antworten”

„Es gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen”, räumte Hermann Mertens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, im Sozialausschuss ein, allerdings seien Gegenmaßnahmen längst eingeleitet. Um aus Monschau eine „generationengerechte Stadt” zu machen, wolle man dem Bündnis für Familie beitreten, an dem Gruppierungen aus allen Bereichen der Gesellschaft mitwirken und nachhaltige Konzepte entwickeln und umsetzen.

Die recht allgemein gehaltenen Vorstellungen, die dem Ausschuss präsentiert wurden, haben im Rathaus bereits zu konkreten, auf Monschau bezogenen Überlegungen geführt, die der Politik demnächst an die Hand gegeben werden, „damit das Thema kein Verwaltungsprodukt bleibt”. Allerdings, so Hermann Mertens, müsse der Rat die personellen Voraussetzungen für dieses Projekt schaffen, „denn die Regie wird im Rathaus geführt”.

U3-Betreuung: Bedarf zu 100 Prozent gedeckt
Bis 2013 muss die Stadt Monschau U3-Betreuungsplätze für 33 Prozent der in Frage kommenden Kinder vorhalten. Derzeit erfüllt die Stadt diese gesetzliche Vorgabe mit 31,6 Prozent noch nicht ganz. Allerdings, so Hermann Mertens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, im Sozialausschuss, werde man im Jahr 2013 weit über der Quote von 33 Prozent liegen.

Was für die Stadtverwaltung noch erfreulicher ist: Der augenblickliche Bedarf an U3-Betreuungsplätzen wird zu 100 Prozent gedeckt. Mertens: „Niemand wurde bisher abgewiesen. Wer einen Betreuungsplatz haben wollte, der hat einen bekommen.”

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