Rollesbroich - SPD Simmerath/Rollesbroich: „Wir brauchen einen Wechsel”

SPD Simmerath/Rollesbroich: „Wir brauchen einen Wechsel”

Von: Mü
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Rollesbroich. Die SPD-Mitglieder aus Simmerath und Rollesbroich gaben sich optimistisch, als sie in der Gaststätte „Zum Nationalpark” ihre Vorschläge zur Besetzung der Wahlbezirke bei der Kommunalwahl abstimmten.

Bis auf eine Ausnahme konnte Vorsitzender Marc Topp Kandidaten vorschlagen, die auch in ihrem Wahlbezirk wohnen: In Rollesbroich stellt er sich selber wiederum zur Wahl, in Simmerath-Huppenbroich ist es Wolfgang Franzen, in Simmerath-Bickerath Norbert Brewer; nur für den Wahlbezirk Simmerath-Witzerath schlug er mit Richard Breuer einen Kandidaten aus Rollesbroich vor.

Gehör finden beim Bürgermeister

Die so bedeutsame Frage, wo sich nach dem Willen des Ortsvereins die Kandidaten auf der Reserveliste einreihen, wurde nicht angesprochen. Dafür sah man voraus, dass es sehr viel einfacher werde, für berechtigte Anliegen aus den Orten Gehör zu finden, wenn man ins Rathaus zu einem Bürgermeister Gregor Harzheim gehen könne. Die Zuversicht wuchs nicht nur aus der Tatsache, dass Marc Topp schließlich bei der vorigen Wahl seinen Wahlbezirk direkt gewonnen hatte und folgerichtig Ortsvorsteher geworden war.

Dazu wies er auf so manches hin, was im und für den Ort bewegt worden war. Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr, der Umbau des Gerätehauses in Eigenleistung mit einem Zuschuss der Gemeinde, die Erweiterung der Straßenbeleuchtung und die Umgestaltung des Spielplatzes. Und die „Starenkästen” im Bereich der Kreuzung von Land- und Kreisstraße seien ein erster Schritt zu mehr Verkehrssicherheit. Folgen müsse eine Fahrbahnverengung, um den Verkehr aus Richtung Witzerath abzubremsen.

Bedauerlich sei, dass die Gemeinde es versäumt habe, beim Verkauf der Parzellen im Gewerbegebiet eine Frist für die bauliche Nutzung festzuschreiben. In Gesprächen mit den ansässigen Gewerbebetrieben sei gleichwohl erreicht, dass sich das Gebiet schon sauberer präsentiere. Gescheitert sei an der CDU der Wunsch, an der Hauptstraße im Bereich der Einmündungen die Bürgersteige abzusenken, zum Nutzen für Rollstuhlfahrer wie auch für Mütter mit Kinderwagen: „Ich werde nicht locker lassen,” versprach Marc Topp.

„Ich stehe für den politischen Wandel, denn wir brauchen den Wechsel in Simmerath,” warb Gregor Harzheim als Kandidat der SPD für das Amt des Bürgermeisters um Unterstützung in seinem Wahlkampf. In Abstimmung mit den Mitarbeitern in der Verwaltung müsse die Erreichbarkeit verbessert werden, die Abstimmung unter den Ämtern, auch durch bürgerfreundlichere Öffnungszeiten. Über die Gemeinde hinaus sah er seine Aufgabe im Kampf für Gebührengerechtigkeit, eine angemessene Finanzausstattung und das Ausschöpfen aller Fördermöglichkeiten.

Martin Peters als SPD-Kandidat im Kreis für den Bundestag warb für die Städteregion, die mit ihren 550000 Einwohnern immerhin so groß sei wie das Bundesland Bremen. Der in Aachen geplante TH-Campus sei von hoher Bedeutung für die gesamte Region, wenn es gelinge, die hier ausgebildeten jungen Menschen auch durch qualifizierte Arbeitsplätze an den Raum zu binden.

Notwendig sei es, die durch die Konjunkturpakete frei werdenden Mittel so einzusetzen, dass sie in der Wirtschaft vor Ort ihre Wirkung entfalten könnten. Allerdings, so Gregor Harzheim, sei es dem Bürger nur schwer zu vermitteln, wenn da von Milliarden gesprochen werde, es vor Ort aber fehle an 10000 Euro für das Mittagessen in den Ganztagsschulen und eine Verbesserung des Schülerverkehrs.

Auch Martin Peters sah die „soziale Schere” sich immer weiter öffnen, wie der wachsende Zulauf bei den „Tafeln” beweise. Der Mindestlohn bleibe eines der Hauptthemen im Wahlkampf, denn die Bürger müssten von ihrer Arbeit auch leben können. Nicht hingenommen werden dürfe, dass Leiharbeit niedriger entlohnt werde als die gleiche Arbeit festangestellter Mitarbeiter.
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