Simmerath - SPD sieht Handlungsbedarf am Simmerather Bushof

SPD sieht Handlungsbedarf am Simmerather Bushof

Von: P. St.
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Kein Grund zum Lachen: Der Simmerather Bushof ist dauerhaft das Ziel von Vandalismus. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Der Bushof am Simmerather Makrtplatz gehört sicher nicht zu attraktivsten Plätzen im Gemeindegebiet Simmerath. Scherben von kaputten Flaschen, überfüllte Abfallkörbe und immer neuen Schmierereien auf dem blaunen Wartehäuschen, in die schon längst keine neue Scheiben mehr eingesetzt werden, gehören hier zum Alltagsbild. Obwohl der Platz von der Hauptstraße frei überschaubar ist, ist dem Vandalismus wohl nicht beizukommen.

Der Bushof ist auch Treffpunkt einer bestimmten Klientel, die es mit Pflege öffentlichen Einrichtungen nicht so genau nimmt. Der Zustand des Bushofes war jetzt auch Thema im Rahmen der Haushaltsberatungen 2013 der Gemeinde Simmerath.

SPD-Fraktionssprecher Gregor Harzheim sprach von einem „Schandfleck“ im Zentrum Simmerath und sah hier dringenden Handlungs- und Investitionsbedarf. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses forderte er, in diesem Jahr Planungsmittel bereitzustellen, um den Platz umzugestalten. Diese Maßnahme betrachte er gegenüber der geplanten Umgestaltung des Rathausplatzes („Das ist nur Kosmetik“) als viel wichtiger.

Die Wartehäuschen am Bushof seien „mehr oder weniger zerstört“, so die Beobachtung Harzheims. Er sprach von einem „desolaten Zustand.“ Eine konkrete Vorstellung über das zukünftige Erscheinungsbild des Bushof konnte Gregor Harzheim aber noch nicht liefern. „Hier sind ein paar neue Ideen gefragt“, während Fraktionskollege Franz-Josef Hammelstein eine „soziale Entschärfung“ dieses Bereiches vorschwebte.

Auch zu möglichen Kosten hatte die SPD noch keine klaren Erkenntnisse. Im Verlauf der Diskussion war aber zu hören, dass man wohl mit 500.000 Euro rechnen müsse.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns konnte bestätigen, dass die Situation am Bushof problematisch ist, obwohl Mitarbeiter der Gemeinde jeden Tag vor Ort seien.

Handlungsbedarf sah auch Egon Kriens (UWG). Das Erscheinungsbild des Bushofes erinnere ihn an die Nachkriegszeit 1948/49. In einem solchen Zustand dürfe sich die „Visitenkarte“ der Gemeinde Simmerath nicht präsentieren.

Abschließend brachte Gregor Harzheim noch einen weiteren Aspekt ins Gespräch. In Imgenbroich am Himo werde in diesem Jahr ein neuer ÖPNV-Verknüpfungspunkt gebaut. Daher solle man ruhig auch einmal den Blick in die Nachbarkommune richten, wie das Projekt dort umgesetzt werde.

Im Zuge der Haushaltsberatungen (der Simmerather Etat soll am 5. Februar verabschiedet werden) wurden auch einige Änderungsanträge eingebracht. Die CDU beantragte eine Erhöhung der Mittel Kinderspielplatz von 10000 auf 15000 Euro, während die SPD desweiteren forderte, auf den Umbau der kleinen Hauptstraße zu verzichten und die Mittel für den Wirtschaftswegeausbau zu reduzieren.

Für Grünen forderte Klaus Stockschlaeder ebenso den Verzicht auf kleine Hauptstraße und Rathausplatz-Umbau, während Claus Brust (UWG) mit einer langen Einsparungsliste (insgesamt 1,2 Millionen Euro) aufwartete, um die Gemeindefinanzen nachhaltig zu entlasten. Seiner Meinung nach beruhe der Haushalt allein auf dem „Prinzip Hoffnung“ und verkenne die wirtschaftliche Gesamtlage. Zu Brust Sparvorschläge zählte unter anderem die Verschiebung des neuen Feuerwehrhauses für Woffelsbach sowie die Verschiebung des Ausbaus der Römerstraße in Einruhr und Straße Erkensruhr-Hirschrott.

Diese Sparvorschläge, machte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns deutlich, würden sich nur geringfügig im Ergebnisplan 2013 auswirken, da einige der Maßnahme erst 2014 finanzwirksam würden. Hermanns ging von maximal 30.000 Euro realem Sparvolumen aus und sah zudem in dieser radikalen Streichliste die weitere Entwicklung der Gemeinde gefährdet.

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