Eicherscheid - SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling: Wirtz ein „Arbeitsverweigerer”

SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling: Wirtz ein „Arbeitsverweigerer”

Von: M. S.
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SPD-Landtagskandidat Stefan KÀ
SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling (2.v.r.) zu Besuch i in Simmerath, begrüßt von seinen Genossen Gregor Harzheim, Siegfried Peeters und Norbert Brewer (v.r). Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Die Gründung der SPD Simmerath vor 50 Jahren soll am Samstag, 16. Juni, mit einem Festabend im Hotel „Lammersdorfer Hof” begangen werden. Dies teilte Franz-Josef Hammelstein im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit.

Zum Jubiläumshighlight führte Vorsitzender Siegfried Peeters aus, werde Franz Müntefering die Laudatio halten und neu in die Partei eintretenden Genossen ihr Mitgliedsbuch überreichen, die Ehrung verdienter Parteiangehöriger stehe zudem im Mittelpunkt der Veranstaltung, bereichert von Darstellung geschichtlicher Ereignisse und Entwicklungen wie Referaten zu aktuellen tagespolitischen Themen. Sogar ein kabarettistisches Unterhaltungsprogramm sei in Vorbereitung.

Aus dem Bericht des Vorsitzenden ging hervor, dass die Präsenz der Nordeifeler SPD mit einem Stand auf dem Simmerather Markt reichen Zins für den sozialen Zweck trug: Mehr als 12.000 Euro wurden erzielt und lokalen Kindergärten bereitgestellt.

Die Werbung neuer und vor allem junger Mitglieder werde, konstatierte Siegfried Peeters, als vordringlich erachtet. Zehn Prozent Zuwachs seien das erklärte Nahziel, dann könne die „magische Hundert ” statt derzeit 96 ausgewiesener Parteifreunde übersprungen werden. Die Gründung eines Verbandes Nordeifeler Jungsozialisten sei demnach denkbar.

Mit einer umfangreichen Werbekampagne, versprach Peeters, werde Simmeraths Ortsverein die Bewerbung des Landtagskandidaten Stefan Kämmerling vorbehaltlos unterstützen. Dieser tritt am 13. Mai zur Landtagswahl in Konkurrenz zum CDU-Politiker Axel Wirtz an, dem er 2010 nur hauchdünn unterlegen war.

Kämmerling möchte nun den Wahlkreis in seiner Heimatstadt Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath für die SPD erobern. Zur Erreichung dieses Ziels wird auch der Präsident des Europaparlamentes, Martin Schulz, in den nächsten Tagen mit seinen Nordeifeler Freunden auf Bürgertour gehen und Wähler mobilisieren.

„Es gab nichts auszusetzen, wir konnten Simmeraths Haushaltssatzung ohne Wenn und Aber zustimmen und den Entwurf im Einklang mit allen Ratsfraktionen verabschieden”, erklärte Gregor Harzheim, SPD - Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat.

Gleichwohl übte er Kritik: „Die Verwaltung im Rathaus wird nicht gut geführt! Wir mussten daher die Erweiterung des Stellenplans ablehnen.” Harzheim bedauerte, „dass sich die Mehrheitsfraktionen nicht auf ein gemeinsames Schwimmbad für alle drei Nordeifelkommunen verständigen konnten, die jetzige kleine Lösung wird nun teurer”.

Harzheim bezeichnete es als „unlauter”, die einstige Sportstätte als Bauland zu vermarkten. Man hat dem Sportverein Zusagen gemacht, „die Versprechungen aber nicht eingehalten”.

Zum Thema „Wirtschaftswege” stellte der Fraktionssprecher fest, ständig würden mit fadenscheinigen Begründungen neue Wege geteert, offenbar, damit „vor allem illegaler Autoverkehr ungehindert fließen” könne.

Zufrieden zeigte sich Gregor Harzheim in der Schulfrage darüber, „dass im Zirkus um den Streit zwischen den Verwaltungsspitzen Simmerath und Monschau endlich Frieden geschlossen” wurde.

Der Dauerstreit der Nachbarkommunen ließ viele junge Roetgener zu Unterrichtsstätten in Aachen oder Stolberg abwandern, sie gingen damit der Nordeifeler Schullandschaft verloren”.

Zum Komplex des 700 Millionen teuren Pumpspeicherkraftwerks meinte Harzheim, grundsätzlich seien die Genossen offen für gute Methoden, Energie zu speichern und bei Bedarf kostengünstig abzurufen, aber „viele Fragen bleiben unbeantwortet, wir haben Sorge um das touristisch attraktive Erholungsgebiet Rursee.

Welche Auswirkungen hat etwa der ständig schwankende Wasserstand auf Tiere, Fischer, Angler, Segler, die weiße Flotte, Wanderer und Naturfreunde?”

„Blockadepolitik” beenden

Landtagskandidat Stefan Kämmerling zeigte sich für den 13. Mai optimistisch:”Die Blockadepolitik der CDU und das Versagen der FDP auf der ganzen Linie müssen ein Ende haben.” Die schwarz-gelbe Landesregierung habe die Schulden auf 130 Milliarden Euro hochgetrieben. Kämmerling bezeichnete den Düsseldorfer CDU-Parlamentarier Axel Wirtz als „nicht unumstritten”

Axel Wirtz habe „den Zenit überschritten und trat die vergangenen zwei Jahre als Oppositioneller im Landtag schlicht als Arbeitsverweigerer auf”, obwohl er in seinem Wahlkreis „in der Pflicht” sei.

Kämmerling postulierte zum Abschluss seiner Ansprache: „Wir Nordeifeler Sozialdemokraten sind für Beibehaltung von Gymnasium und Realschule, zugleich aber für die Einführung der Gemeinschaftsschule.”
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