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SPD-Fraktionsvorsitzender kritisiert Ausbaupläne der Gemeinde

Von: ho
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Frisch gewählt und neu aufgestellt: Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Simmerath mit (v.l.) Manfred Sawallich, Werner Helgers, Siegfried Lauscher, dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Harzheim, Siegfried Peters und dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling. Foto: Hoffmann

Simmerath/Lammersdorf. Das Wetter passte zu dem, was sich am Donnerstagabend im „Lammersdorfer Hof“ abspielte. Während draußen ein frischer Wind die Schneeflocken durch die Gegend jagte und Eisregen auf Straßen und Autos prasselte, hagelte es drinnen verbal auf den politischen Gegner auf kommunaler und Bundesebene ein.

Die Bundesregierung wurde von SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz als „Nichtregierungsorganisation“ und „Trümmerhaufen“ bezeichnet, womit allein vom Ton her deutlich wurde, dass auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins der Bundestagswahlkampf in der Eifel eröffnet wurde.

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse hatten sich fast 30 Personen zu der Versammlung eingefunden, worunter sich neben Landtagsmitglied Stefan Kämmerling auch SPD-Vertreter aus Monschau und Roetgen sowie Mitglieder der Juso-AG befanden.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Siegfried Peeters, hatte in seinem Tätigkeitsbericht das zurückliegende Jahr mit vielen Aktivitäten Revue passieren lassen und verwies mit Stolz auf einen Mitgliederbestand von 90 Genossen und die erfolgten Geldspenden an verschiedene Kindergärten.

Bundestagskandidat Loosz packte bei seinen Ausführungen alles auf´s Tablett, was bei der Bundestagswahl am 22. September zum Beschuss des politischen Gegners derzeit zur Verfügung steht. Die Plagiatsaffäre von Annette Schavan kam dabei ebenso zur Sprache, wie das Ergebnis der Niedersachsenwahl. Die Forderungen der SPD nach einem Mindestlohn von 8,50 Euro und einer Solidarrente von über 800 Euro wurden von ihm gleichfalls hervorgehoben.

Moderatere Töne

Moderatere Töne waren von Stefan Kämmerling zu hören, der über Landtagsaktivitäten berichtete und die Simmerather Genossen zu einem Besuch dorthin einlud. „Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich dort mal besuchen kommt“, hielt er hierzu fest. Zum Pumpspeicherwerk am Rursee merkte Kämmerling an, dass er hier für die Region große Chancen aber auch Risiken sehe, die noch ausgelotet werden müssten.

Daneben standen auf der SPD-Versammlung auch noch andere wichtige Dinge zur Erledigung an. Der Kassenbericht von Edgar Titz, der das Amt des Kassierers in jüngere Hände abgab, wurde von den Revisoren wie erwartet „durchgewunken“, womit der Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege stand.

Das anschließende längere Wahlprozedere leitete Stefan Kämmerling zügig mit der ganzen Professionalität eines Landtagsmitgliedes. Die Simmerather Genossen sprachen ihrer alten Führungsspitze eindeutig ihr Vertrauen aus und wählten Siegfried Peeters aus Kesternich erneut zur ihrem Vorsitzenden, dem Manfred Sawallich aus Lammersdorf und Siegfried Lauscher aus Rurberg als Stellvertreter zur Seite stehen. Norbert Brewer aus Simmerath wurde im Amt des Schriftführers bestätigt (Stellvertreterin Ute Würkner) und als Kassierer fungiert nun Werner Helgers. Als Revisoren wählte die Versammlung Elgin Roeffen-Lüscher aus Lammersdorf und Kevin Wolks aus Rollesbroich. Die Delegierten für den Unterbezirks-Parteitag sind Gabi Offermann, Marc Topp, Franz-Josef Hammelstein und Gregor Harzheim.

Kommunale Themen

Dieser ging zum Schluss als SPD-Fraktionsvorsitzender im Simmerather Gemeinderat nochmals auf kommunale Themen ein. Er forderte unter anderem, für die in Langschloss untergebrachten Asylsucher eine andere Unterbringungsmöglichkeit zu finden. Den Ausbau eines schnellen DSL-Netzes, das durch Fördermittel einen Anschub bekommen soll, stufte er als sehr wichtig ein und monierte gleichzeitig den geplanten Ausbau der sogenannten „Kleinen Hauptstraße“ in Simmerath und die Neugestaltung des Rathausvorplatzes.

Ebenso nahm er Stellung zum zentralen Bushof und natürlich auch zum viel diskutierten Sportplatz im Zentralort. „Wir haben es durchgesetzt, dass dieser Sportplatz dort errichtet werden kann“, merkte er dazu selbstbewusst an. Auch zum schwierigen Thema Pumpspeicherwerk, wo man sich noch in der Entscheidungsfindung befindet, äußerte er sich: „Da habe ich den Eindruck, dass bei den Beteiligten die Ablehnung um so größer ist, je näher man daran wohnt“.

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