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SPD beantragt kommunales Biomasse-Heizkraftwerk

Von: hes
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Hier könnte sich die Monschauer SPD das Biomasse-Heizkraftwerk vorstellen. Links das ehemalige Monschauer Bahnhofsgebäude, rechts die Auffahrt der Eupener Straße nach Mützenich. Fotomontage: SPD Monschau

Monschau. Ein Biomasse-Heizkraftwerk am ehemaligen Monschauer Bahnhof auf der Haag? Die Monschauer SPD hat dies nun in einem Antrag an Bürgermeister Theo Steinröx beantragt.

Wie Fraktionssprecher Gregor Mathar anregt, sollte das Thema bereits im nächsten Bauausschuss behandelt werden, da das Projekt mit der bevorstehenden energetischen Sanierung des Monschauer Gymnasiums verbunden werden soll.

Im Antrag der Sozialdemokraten an die Stadt heißt es unter anderem: „Angeregt durch die energetische Erneuerung des Gymnasiums, hat sich ein Schüler dieser Schule mit der Thematik befasst. Die Aufarbeitung des Themas durch den Schüler und die Rohstoffverknappung bzw. Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen hat die SPD-Fraktion dazu geführt, auch in Monschau wieder verstärkt auf die Nutzung heimischer Energiequellen zu setzen.

So ist die Idee gereift, in Monschau ein Biomasse Heizkraftwerk im Bereich der Haag zu bauen und kommunal zu betreiben. Diesem soll in der Nachbarschaft eine Biogasanlage angegliedert werden (wie schon 2007 von der SPD beantragt), dies zur Verarbeitung des privaten und kommunalen Grünschnitts. Auch dieses sollte kommunal betrieben werden.”

Die Voraussetzungen zum Betreiben beider Anlagen auf kommunaler Basis seien in Monschau sehr gut, meint die SPD. „Die Rohstoffe für beide Anlagen sind durch den städtischen Wald, die privaten und kommunalen Hecken und Grünflächen nachwachsend und stehen immer zur Verfügung. Zusätzlich wird in beiden Fällen eine enorme Einsparung an CO2 und im Wald eine Holzrestverarbeitung erfolgen.”

Die SPD Monschau stellt sich vor, dass durch ein Nahwärmenetz die städtischen Schulen auf der Haag, das neue Wohngebiet und bei Bedarf die vorhandene Wohnbebauung auf der Haag mit preisgünstiger Wärme beliefert werden könnten. Das Biomasse Heizkraftwerk sei im Hinblick auf Erweiterungsmöglichkeiten so zu konzipieren, dass ein späterer Anschluss der Altstadt und der weiterer Anschlussnehmer möglich sei. „Außerdem ist das Heizkraftwerk so einzurichten, dass über einen Generator Strom erzeugt und eingespeist werden kann”, heißt es im Antrag.

Die SPD Monschau geht davon aus, „dass eine Biogasanlage in unmittelbarer Nähe des Biomassen- Heizkraftwerkes betrieben werden kann und somit für den privaten und kommunalen Grünschnitt, ebenso wie beim Heizkraftwerk für den privaten und kommunalen Heckenschnitt eine kostengünstige Verwertungsmöglichkeit geschaffen wird, die zusätzlich auch noch kommunal betrieben werden kann und Synergien nutzt.”

Als Standort der Anlagen ist seitens der Sozialdemokraten der Bereich des Monschauer Bahnhofs angedacht. „Dieser Standort ist durch die direkte Anbindung an das überörtliche Straßennetz nicht störend für die übrige Bebauung. Die genannte Lage ist in jeder Beziehung hervorragend, sei es für die Einspeisung ins Stromnetz, die Nahwärmeleitung, den Transport von Biogas oder sogar die Verwertung von Biogas durch Schaffung eines Nahversorgungsnetzes oder auch die Emmissionsauswirkungen.”

Die SPD-Fraktion hat weiter angeregt, vor der Beratung des Antrags im nächsten Bau- und Denkmalpflegeausschuss das Simmerather Biomassen-Heizkraftwerk zu besichtigen.
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