Sozialwerk Eifeler Christen: Einblicke und mehr Akezptanz

Von: ag
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Die Betriebsleiterin der Möbel- und Kleiderbörse des Sozialwerks Eifeler Christen, Gabriele Attemeier, freut sich über Unterstützung: Auch Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel ist beim Tag der offenen Tür dabei. Foto: Gabbert

Imgenbroich. Das Sozialwerk Eifeler Christen veranstaltet am Samstag, 29. Juni, von 11 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür. In den Räumen der Möbel- und Kleiderbörse am Erlenweg 2 in Imgenbroich wird Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel das Publikum mit Chansons, Liedern und Songs unterhalten. Fetzigen Rock und Blues liefert Tony Hudspeth mit seiner E-Gitarre. Zum Programm gehört außerdem eine Modenschau.

Mit dem Tag der offenen Tür wollen die Verantwortlichen des Sozialwerks Menschen für ihre Projekte interessieren und die Akzeptanz dafür erhöhen. Der Hintergrund ist auch, dass das Sozialwerk in seiner Existenz bedroht ist. Das Jobcenter hat dem Sozialwerk zum 1. April nur noch vier statt zwölf Arbeitsgelegenheiten bis Ende März 2015 genehmigt. Die Mitarbeiter des Sozialwerks dürfen auf Anordnung des Jobcenters in vielen Bereichen nicht mehr tätig werden, zum Beispiel bei der Annahme der Grünabfälle am Himo in Imgenbroich.

Hinzu kommt, dass seit April 2011 keine Fördermittel des Jobcenters mehr nach Imgenbroich in den Erlenweg fließen. Das Sozialwerk kann nicht alle Bedingungen des im April 2011 neu aufgelegten Förderprogramms erfüllen. Außerdem sind die Auflagen nicht mit der Satzung des Sozialwerkes vereinbar. Diese Auflagen schreiben unter anderem vor, dass das Sozialwerk nur noch an Bedürftige verkaufen dürfte. Aber das widerspricht dem Selbstverständnis des Sozialwerkes. „Dann müssten sich die Arbeitslosen ja gegenseitig finanzieren“, sagt die Betriebsleiterin, Gabriele Attemeier.

Viele der Menschen, die beim Sozialwerk eine Beschäftigung finden, hätten keine Möglichkeiten auf dem sogenannten 1. Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Arbeit beim Sozialwerk biete ihnen einen strukturierten Tagesablauf, gebe ihnen das Selbstwertgefühl zurück und biete die Möglichkeit, sich mit einer sinnstiftenden Tätigkeit zu identifizieren, erklären das Vorstandsmitglied Pfarrer Wolfgang Köhne und Gabriele Attemeier. „Das macht etwas mit den Menschen“, unterstreicht Köhne noch.

Über die Zukunft des Sozialwerks wurde bereits in mehreren Gesprächsrunden diskutiert. „Entweder müssen wir die Tür zu machen oder das Konzept ändern“, hält Wolfgang Köhne fest.

Eine Idee ist es, mehr Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Eine andere ist es, sich der Öffentlichkeit besser zu präsentieren und für die Arbeit des Sozialwerks zu werben. Der Tag der offenen Tür soll ein erster Schritt in diese Richtung sein.

„Wir haben den Verdacht, das Second-hand-Ware oft nicht als angemessen gesehen wird, das hier ist aber nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit für Bedürftige. Deshalb wollen wir etwas an unserem Image ändern“, erklärt Betriebsleiterin Gabriele Attemeier.

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