Höfen - Sorgenvoller Blick auf zunehmende Zahl der Kirchenaustritte

Sorgenvoller Blick auf zunehmende Zahl der Kirchenaustritte

Von: MD
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Kritische und aufmunternde Worte fand Pfarrer Karl Schnitzler beim Neujahrsempfang der drei Pfarren Kalterherberg, Höfen und Rohren.

Höfen. Der schon seit vielen Jahren traditionelle Neujahrsempfang der GdG (Gemeinschaft der Gemeinden) Kalterherberg, Höfen und Rohren fand in diesem Jahr am Sonntag in der Vereinshalle in Höfen statt.

Den musikalischen Auftakt bildete eine Abordnung der Musikvereinigung „Lyra” Höfen, die noch zusätzlich von Hermann-Josef Pauls an der Gitarre und Werner Stork (Akkordeon) unterstützt wurde.

Unter den Gästen begrüßte Pastor Karl Schnitzler, der zu diesem Treffen eingeladen hatte, zunächst einmal seine Amtskollegen Pastor Fritz Hack und Pastor Robert Frings. Aber auch zahlreiche Vertreter der Orte Kalterherberg, Höfen und Rohren zählten zu den Anwesenden.

So waren die Ratsmitglieder, die Ortsvorsteher und die Ortskartellvorsitzender der drei Orte, aber auch zahlreiche Vereinsvertreter der Einladung gefolgt.

Die Pfarrgemeinderäte, die Kirchenvorstände, die Mitarbeiter in den Pfarrbüros, die Küster, die Organisten, und auch die Kindergärten und Grundschulen waren mit Abordnungen vertreten.

Karl Schnitzler dankte allen, die durch ihr Mittun und Mitwirken das gesellschaftliche Leben in den Orten mitprägten und mitgestalteten. Mit dem Segenswunsch „Der Herr segne und behüte Dich, lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig”, wünschte er Gottes Segen den Vereinen und den Einrichtungen der drei Gemeinden, den Männern und Frauen, die Verantwortung und Leitungsaufgaben übernehmen, den Kindern und Jugendlichen, die in Schule und Ausbildung stehen, den Familien als Grundlage jeder Gemeinschaft aber auch den alten Menschen und den Kranken und Behinderten, die auf helfende Hände anderer angewiesen seien.

Sorgen mache ihm jedoch rückblickend, dass es immer weniger Priester gebe. Pastor Schnitzler ist seit 2007 für die seelsorgerische Betreuung von 4500 Gemeindemitgliedern ohne hauptamtliche Unterstützung zuständig. Zum anderen beobachte er einen Zuwachs an Kirchenaustritten. „Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”, fragte sich der Seelsorger sorgenvoll. Positiv wertete er jedoch, dass ungebrochene und überaus wichtige ehrenamtliche Engagement in den Orten. Mit dem Satz: „Es gibt Menschen, die bauen Mauern, andere jedoch Windmühlen” beschrieb Schnitzler die Hoffnung gebende Situation.

Als Windmühlen bezeichnete er z.B. das Engagement bei den Ferienspielen, die Mitgestaltung der Gottesdienste durch die Musikvereine und die Teilnahme der Gläubigen an den verschiedenen Wallfahrten.

Abschließend wies er noch auf die Studien- und Pilgerreise der GdG Monschau nach Santiago de Compostela, Fatima und Lissabon hin, die in den Herbstferien stattfinden wird. Hier sind noch Plätze frei.

Peter Theißen, Ortsvorsteher von Höfen, sah im Neujahrsempfang eine Möglichkeit, gemeinsame Ziele in den Gemeinden zu besprechen und zu verwirklichen. Ehrenamtliche Helfer seien unverzichtbar, wie es z.B. die Umgestaltung des Altarraumes in der Kirche in Kalterherberg zeige. „Wenn man bedenke, dass es auch im kirchlichen Bereich immer mehr an finanziellen Mitteln fehle, so dass sogar Kirchen verkauft werden müssen, sei es um so wichtiger, zusammenzurücken, zusammen zu denken und zu handeln”, so seine abschließende Einschätzung.
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