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Sonnenstrand trägt den Namen zu Recht

Von: ale
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Bei der Frage, ob sich die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage auf dem Dach des eigenen Hauses lohnt hilft das neue Solarpotenzial-Dachkataster der Stadt Nideggen. Foto: imago/Harald Lange

Nideggen-Schmidt. Eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage auf dem Dach ihres Hauses anzubringen, erscheint den meisten Hausbesitzern als eine sinnvolle und wirtschaftlich effiziente Investition. Aber scheint denn auch genügend die Sonne? Für den Ort Schmidt kann man sich neuerdings kostenlos und ohne großen Aufwand informieren, ob denn im eigenen Wohnbereich die Sonnenenergie genutzt werden kann.

Der „Sonnenstrand Eschauel“ trägt demnach seinen Namen zu Recht, das ergibt ein Blick ins „Solarpotenzial-Dachkataster“, das neuerdings den Bürgern von Nideggen ab sofort online zur Verfügung steht. Auf der Internetseite der Stadt Nideggen findet man es unter „Bürgerservice“; man gibt seine Adresse ein und findet sein Haus in einem digitalisierten Ortsplan wieder. Das Dach hat eine bestimmte Farbe: Rot steht für „sehr gut geeignet“ ockergelb für „gut geeignet“ und zitronengelb für „bedingt geeignet“. Über die Buttons „Datenabfrage“ und den „Wirtschaftlichkeitsrechner“ kommt man zu spezifischen Angaben über die Kosten und den zu erwartenden Ertrag.

Dieses Solarpotenzial-Dachkataster hat die Stadt Nideggen von der Firma IP Syscon GmbH aus Osnabrück erstellen lassen; das Projekt wurde von der RWE Deutschland AG finanziert und über das Förderprogramm „KEK – Kommunales Energie-Konzept“ unterstützt; es war also für die Stadt nicht mit Kosten verbunden. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer stellte es am Donnerstagabend in der Bürgerbegegnungsstätte im Rathaus vor, sie hatte sich zweifellos mehr Besucher erhofft, nicht einmal zehn waren gekommen. Möglicherweise hatte die unfreundliche Witterung – Schnee und kräftiger Wind – manch einen davon abgehalten, sich auf den Weg zu machen.

Sie halte dieses Informationsangebot für attraktiv, sagte die Bürgermeisterin, sie lege Wert darauf, dass es bekannt werde und möglichst viele Bürger davon Gebrauch machen.

Dr. Kai Behncke von der Firma IP SYSCON GmbH stellte das Projekt ausführlich vor; er erläuterte, dass man aufgrund von Laserscanner-Aufnahmen aus dem Flugzeug aktuelle Daten habe, aus dem Jahre 2011. Damit wurde ein digitales Oberflächenmodell erstellt. Dies erfasst die Dachneigung, die Einstrahlungsenergie und die Abschattung, wenn beispielsweise ein Gebäude im Schatten von Bäumen steht. Er demonstrierte anhand der für Nideggen ermittelten Werte, dass hier ein großes Potenzial für die Nutzung der Sonnenenergie vorhanden sei.

Walfried Heinen, Kommunalbetreuer beim RWE, nannte Zahlen: „Durch die Nutzung von Photovoltaik könnten in Nideggen pro Jahr über 40.000 Megawattstunden Strom erzeugt und über 17.000 Tonnen CO2 eingespart werden.“

„Einspeisevergütung“

Hierfür zeigte Dr. Behncke anhand des neuen Online-Service mehrere einleuchtende Beispiele auf. Er fand sehr aufmerksame Zuhörer, die sich offensichtlich mit der Thematik bereits beschäftigt hatten. Sie wollten nicht nur wissen, ob die Lage ihres Hauses günstige Voraussetzungen bietet, was anhand des Programms rasch beantwortet werden konnte; sie fragten auch nach der Lebensdauer einer Photovoltaikanlage, nach den technischen Installationen und nicht zuletzt nach der „Einspeisevergütung“. Flachdächer seien beispielsweise sehr gut geeignet, erklärte Behncke, da man auf ihnen die Anlage im optimalen Winkel aufstellen könne. Zur Entwicklung der Einspeisevergütung war zu erfahren, dass die Bundesnetzagentur am 31. April wieder neue Zahlen beschließen wird.

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