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Sonnenfunken feiern Prinz Michael I.

Von: Karl-Heinz Hoffmann
Letzte Aktualisierung:
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Erster Auftritt und Lampenfieber: Das neue Prinzenmariechen der Sonnenfunken, Isabell Haas, erhielt nach ihrem Tanz nicht nur vom Vorsitzenden Torsten Gerards viel Lob.
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Sie kamen tatsächlich mit „allemann vorbei“. Mit nahezu 30 Musikern sorgte „De Bajaasch“ auch zu vorgerückter Stunde für viel Stimmung auf der Prinzenproklamation in der Dreifachhalle. Foto: Hoffmann

Simmerath. Eine fünfstündige Kappensitzung mit einem bunt gemischten und sehenswerten Programm erlebten und genossen am Samstagabend in der Dreifachhalle 350 begeisterte Gäste, denen als Höhepunkt dann auch noch die Inthronisierung des neuen Dreigestirns der KG Sonnenfunken in Gestalt von Prinz Michael I. (Haas), Jungfrau Gerhard Leister und Bauer Wilfried Krieger (wir berichteten) geboten wurde.

Für ihr mit heimischen und auswärtigen Kräften fein ausgewogenes Programm erhielten die Sonnenfunken zu Recht viel Lob von allen Seiten. Mit allem, was die KG zu bieten hat, war man pünktlich mit musikalischer Begleitung des Spielmannzuges der Feuerwehr auf die Bühne marschiert, wo die blaugelb Uniformierten ein prächtiges Bild abgaben.

Sitzungspräsident Stefan Haas, der wie immer gekonnt durch den Abend führte, kündigte als ersten Programmpunkt den Nachwuchs des Vereins, die Minigarde, an. Die künftigen Prinzen und Prinzessinnen erhielten für ihren Tanz viel Beifall. Hiernach stand mit den „Klüngelköpp“ auch schon der erste Höhepunkt des Abends an. Die sechsköpfige Mundartband, die seit 2003 fester Bestandteil des Kölner Karnevals ist, ließ die Stimmung in der gut beschallten Halle sprunghaft steigen, wobei ihre teils besinnlichen Lieder unaufgefordert zum Schunkeln animierten und ihre Showdrumming-Einlage dann auch die Letzten von den Sitzen riss. In Anlehnung an ihr neues Lied ließen sie bei ihrer Zugabe dann auch am Sömmerter Himmel die Sterne tanzen.

Büttenredner Volker Weininger glänzte danach als leicht angeheiterter und lallender Sitzungspräsident eines überalterten Vereins, bei dem die Kosten für Beerdigungen höher als für den Rosenmontagszug sind.

Dann eroberten wieder Eigengewächse die Bühne, wobei das Jungvolk der Funkengarde nach Aufforderung von Stefan Haas die erste Rakete des Abends erhielt.

Mit ein wenig Wehmut verabschiedete sich das amtierende Prinzenpaar, Prinz Didier (Gehlen) und Prinzessin Sandra (Palm), die sich bei allen für die tolle Session und die erfolgte Unterstützung bedankten.

Für den folgenden Programmpunkt hätte man in früheren Zeiten eventuell einen Simultanübersetzer benötigt, was jedoch im Rahmen der nationalen Wiedervereinigung nicht mehr nötig ist. Edno Bommel, Comedian und Büttenredner in Personalunion, „sächselte“ bravourös und bot über zwanzig Minuten beste Unterhaltung – eine Nummer der Extraklasse.

Wer die Ursprünge des Karnevals liebt, kam bei der anschließenden Darbietung der Ehrengarde auf seine Kosten. Der zackige und „eckige“ Tanz, der zum Schluss vom kehlig-rauen Gesang der schmucken Uniformträger untermalt wurde, war wie immer ein Genuss. Dies galt ebenso für den gemeinsamen Premierentanz der Kindertanzmariechen Natalie Gerards sowie Madita Breuer und natürlich für die absoluten Lieblinge der Sömmerter Jecken, den „Sugar babes und boys“, die ohne Zugabe nicht von der Bühne kamen.

Nach der Proklamation der neuen Tollitäten, bei der die Stimmung in der hübsch geschmückten Halle ihren Höhepunkt erreichte, setzte die nächste Musikgruppe ihr Versprechen „Mir kumme mit allemann vorbei“ in die Tat um. Die Show- und Party-Bigband „De Bajaasch“ aus Neuss füllte mit nahezu 30 Musikern die Bühne und hatte keine Probleme, auch zu vorgerückter Stunde das Publikum von den Stühlen zu holen. Die Vollblutmusiker konnten erst nach der zweiten Zugabe den Heimweg antreten.

Viel Beifall gab es schließlich noch für den Tanz des neuen Prinzenmariechens Isabell Haas und für die Darbietung der Funkengarde, bevor im Finale alle Uniformierten mit reichlich Beifall abmarschierten.

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