Simmerather Wehr blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Von: M. S.
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Urkunden und Treuenadeln aus Edelmetall gab es für Jubilare und Leistungsträger der Löschgruppe Simmerath im Rahmen des 95. Stiftungsfestes. Foto: Manfred Schmitz

Eifel. Das 95. Stiftungsfest der Löschgruppe Simmerath hatte samstagabends mit der Erstaufführung der Komödie „Die Männer im Herbst“ durch das Feuerwehr-Theaterensemble vor vollem Haus und restlos begeisterter Zuschauerkulisse begonnen.

Mit einem feierlichen Hochamt in der Pfarrkirche Sankt Johannes, gehalten zu Ehren lebender und verstorbener Vereinsmitglieder und von Simmeraths GdG-Pfarrer Michael Stoffels zelebriert, mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal und anschließendem Frühschoppen im Saal Wilden setzte der Förderverein der Löschgruppe am Sonntag die Feierlichkeiten zum 95. Stiftungsfest fort.

Die sonntägliche Matinee im Vereinslokal Wilden war geprägt von Jahresrückblicken auf die Tätigkeiten aller sechs in der Löschgruppe vereinten Ressorts, Ehrungen langjährig Aktiver und um das Gemeinwohl verdienter Leistungsträger. Ernennungen und Beförderungen wurden ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr wurde die Löschgruppe Simmerath der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath zu insgesamt 52 Einsätzen alarmiert, zwei mehr als 2014. Dies ging aus dem Bericht des Löschgruppenführers Achim Finken hervor. Der Löschzug rückte zu 17 Bränden aus, beseitigte elf Ölspuren, leistete zehnmal Erste Hilfe bei Unfällen oder Gefahr für Mensch und Tier. Finken teilte mit, im Berichtszeitraum habe man sich zu 23 Übungen getroffen, zudem seien an zwölf Abenden pro Monat Einsatzfahrzeuge, Gerätehaus und Werkzeuge gewartet und gepflegt worden. Die Altersspanne von momentan 31 Kameraden und drei Kameradinnen betrage, schloss Finken, aktuell 18 bis 58 Jahre.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Marko Hoch, hieß die Besucher willkommen, allen voran die Ehrenmitglieder Josef Braun, Ernst und Herbert Gerards, Erich Heinen, Felix Matheis, Karl-Heinz Peters, Günter Hermanns und Dieter Wüller. Hoch stellte rückblickend fest, 2015 sei für den Förderverein „ein ruhiges Jahr gewesen, dafür ging es in bei unseren Kameraden der einzelnen Ressort umso lebhafter zu“.

Der Vorsitzende betonte, die Aufgaben der Löschgruppe beschränkten sich „keineswegs auf das Thema Sicherheit für die Bevölkerung, sondern umfassen auch kulturelle Aspekte“. Er schilderte in seiner Statistik die Herbstwanderung durch das Kalltal als einen erlebnisreichen Höhepunkt des Vereinsjahres 2015.

Hoch nahm auch die Ehrung langjährig treuer Mitglieder vor. Aufgrund 25-jähriger Wehrzugehörigkeit wurden Gaby Peters, Daniel Berzborn, Claus Brust, Christian Haas, Ludwig Löhrer, Michael Schalloer, Michael Steffens, Jürgen Zisowsky, Achim Finken, Ralf Matheis und Patrick Wilden ausgezeichnet. Urkunden, Ehrennadeln und Präsente gab es auch für Dietmar Ripkens und Wolfgang Breuer, die seit 40 Jahren Mitglied der Feuerwehr sind. Mit Edgar und Günther Braun, Erich Kogel, und Elmar Reinartz erfuhren vier Goldjubilare Anerkennung ihres 50-jährigen ehrenamtlichen Engagements.

Eine besondere Würdigung seines gleichfalls fünf Jahrzehnte langen Schaffens zum Allgemeinwohl wurde Gerd Braun zuteil. Marko Hoch bezeichnete den Geschäftsführer und Angehörigen des Spielmannszuges in einer Laudatio als Vorbild. „Es ist etwas Besonderes, Dich im Verein zu haben“, sagte Hoch. Korpsführer Sascha Hermanns ernannte den verdienstvollen Funktionsträger Gerd Braun zum Ehrenmitglied und zeichnete ihn mit einem Goldanstecker aus.

Kurzweiliges Jahr für die Jugendfeuerwehr

Erich Heinen berichtete über das Geschehen in der von ihm geleiteten Ehrenabteilung. Diese hat 15 Mitglieder, die sich durch rege Aktivitäten auszeichnen. So erlebten sie bei insgesamt 20 geselligen Treffen harmonische Stunden. Die Senioren der Wehr sind aber auch zur Stelle, wenn es gilt, den Förderverein tatkräftig zu unterstützen. So bauten sie mit vereinten Kräften das infolge von schlechtem Wetter arg verschmutzte Zelt der Jugendfeuerwehr sechsmal auf und ab, Grundreinigung inklusive.

Josef Frings berichtete aus der Theatergruppe nur Gutes: „Das aktuelle Stück ist ein Riesenerfolg, die Plätze zu kommenden Vorstellungen sind so gut wie vergriffen, ab April planen wir bereits die neue Saison.“ Es erweise sich zunehmend als „nicht leicht“, geeignete Stücke auszuwählen und sie der personellen Besetzung anzupassen.

Jugendfeuerwehrwart Dirk Pier resümierte rückblickend, 2015 sei für den Nachwuchs „ein interessantes und kurzweiliges Jahr“ gewesen. Die Basis für eine erfolgreiche Vorbereitung auf die ehrenamtliche Tätigkeit bilde ein derzeit 17-köpfiger Kader zehn- bis 18-jähriger Jungen. Deren Interesse, Begeisterung und Spaß an der gemeinnützigen Sache sei ungebrochen. Dies zeigten nicht zuletzt der rege Besuch von 14 Übungsabenden und die Aktivitäten zum Berufsfeuerwehrtag in Lammersdorf.

Besorgnis klang aus den Ausführungen von Sascha Hermanns, dem Korpsführer des Spielmannszuges. „Wenn auch landesweit von Experten anerkannt wird, dass die Jugendarbeit in den musischen Vereinen der Eifel vorbildlich ist, so muss ich doch erwähnen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen auch bei uns eine Vielzahl von Kindern ein Instrument zu spielen erlernte“, sagte er. Die Jugend, bedauerte Hermanns, sei immer schwerer an die Vereine zu binden, es gehe bergab. Gleichwohl lobte der Korpsführer die Kinder- und Jugendarbeit in den eigenen Reihen ausdrücklich: „Die Teilnahmequote an insgesamt 40 regulären Proben und 21 öffentlichen Auftritten wie Verbandsfesten ist bei uns überdurchschnittlich hoch.“

Der Spielmannszug verfüge, listete sein Leiter auf, momentan über 45 Aktive, darunter 37 Instrumentalisten und acht Schellenbaumträger. Als ausgezeichnete Solisten taten sich der Trommler Philipp Schröder und Natalie Wenig (Flöte) hervor, beide erreichten im Wertungsspiel die Note Eins.

Zu guter Letzt kündigte Sascha Hermanns einen Höhepunkt im neuen Jahr an: „Zum ersten Mal seit 23 Jahren wird am 19. November 2016 wieder ein Gemeinschaftskonzert des Spielmannszuges mit den Hansa-Blasmusikanten stattfinden.“

Die Wahlen zu Spitzenpositionen, gab Hermanns bekannt, ergaben seine eigene erneute Berufung, vertreten von Frank Zillgen. Neu im Amt ist die dritte Korpsführerin Sandra Manthei.

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