Simmerath: Minikreisel soll die Kreuzung entschärfen

Von: rpa
Letzte Aktualisierung:
ausschuss-bild
Das Verkehrsaufkommen im Gewerbegebiet Simmerath ist ständig gewachsen. An der Kreuzung in den Bremen/Humboldtstraße soll jetzt ein Mini-Kreisverkehr gebaut werden. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Ein Minikreisel, 18 Meter im Durchmesser, soll helfen, den Verkehr im Kreuzungsbereich In den Bremen/Humboldtstraße im Gewerbegebiet Simmerath neu zu ordnen und sicherer zu machen. Die Gesamtkosten dafür sind auf rund 140.000 Euro veranschlagt. Das Geld dafür soll im Haushalt des nächsten Jahres bereitgestellt werden.

Dafür hat sich nun einstimmig der Verkehrsausschuss ausgesprochen. Ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros Berg & Partner aus Aachen hat dem Ausschuss den Planentwurf vorgestellt.

Der Kreuzungsbereich ist derzeit recht problematisch, Ortsfremde erkennen die Kreuzung „schlecht und spät”, sagte der Planer, der einige Probleme in diesem Bereich auflistete: Es werde dort „schnell gefahren”, die „schöne Bepflanzung” sei ein Sichthindernis, die Einfahrtsbedingungen für schwere Lkw seien ungünstig.

Um den Knotenpunkt zu entschärfen, die Orientierung und den Verkehrsfluss zu verbessern, sei ein Kreisverkehr notwendig, zudem werde mit Hilfe des Kreisels das Tempo der Fahrzeuge gedrosselt.

Der Planer erläuterte das Projekt: Der Kreisel erhält einen Durchmesser von 18 Metern, die Mittelinsel (Durchmesser zehn Meter) kann überfahren werden, die vorgesehenen Fahrbahnteiler werden aufgepflastert, so dass auch der Schwerlastverkehr die Kreuzung künftig „komfortabel befahren” könne.

Der Innenkreis wird mit aufgehelltem Asphalt ausgelegt, Bordsteine werden die Fahrbahn deutlich abgrenzen. Die Straßen im Bereich des Kreisels werden mit Gehwegen ausgestattet, hinter den Inseln werden „an allen vier Ecken” Überquerungen als Hilfe für die Fußgänger angelegt, die vorhandene Beleuchtung reicht aus.

Die Zufahrten in den Kreisel sind in der Fahrbahn 3,25 Meter breit, die Ausfahrten 3,50 Meter. Die nahe Bushaltestelle wird mit einem „Zebrastreifen” ausgestattet.

Um den Minikreis bauen zu können, ist ein Grunderwerb (56 Quadratmeter) erforderlich, erste Gespräche mit dem Eigentümer, so der Planer, waren positiv, Hindernisse werden nicht erwartet. Die Bauzeit ist auf zwölf Wochen veranschlagt, der Verkehr wird während der Bauphase per Ampel geregelt.

Der Planentwurf, so berichtete der Mitarbeiter des Ingenieurbüros, ist mit zwei unmittelbar betroffenen Unternehmen abgestimmt worden.

Jens Wunderlich wies im Ausschuss auf Probleme „auch im Bereich Robert-Koch-Straße und Humboldtstraße” hin, die Verkehrsführung (derzeit gilt Rechts vor Links) müsse auch dort verbessert werden, sagte Wunderlich, der oftmals einen Rückstau beobachtet hat.

Beigeordneter Roger Nießen berichtete über ein Gespräch über mit der Polizei und dem Straßenverkehrsamt. Beide seien überzeugt, die derzeitige „Rechts-vor-Links-Regelung” sei die „bessere Regelung”, also werde sich dort zunächst nichts ändern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert