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Simmerath ist überall: Eifelcamp lässt grüßen

Von: M. S.
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Noch herrscht Ruhe vor dem Stu
Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm im Eifelwald, doch bald wird es im Saale Wilden wild zugehen. Das Theaterensemble der Simmerather Feuerwehr zieht mit „schrillen Typen” ins Waldcamp. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. „Ich glaub, ich bin im Wald.” Dieses Gefühl überkam rund 170 Besucher, die Samstagabend zur Premiere beim Theaterensemble der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath im ausverkauften Saal Wilden zu Gast waren.

Im Schwank „Das Waldcamp von Simmerath” des zeitgenössischen Boulevardautors Helmut Schmidt vermittelte bereits das liebevoll detailliert gebaute Bühnenbild den Zuschauern heimatliche Impressionen. Dieser köstliche Dreiakter verbreitet beispielhaftes Flair; Simmerath ist überall!

Den unterhaltsam vergnüglichen Bühnenabend im Rahmen des 91. Stiftungsfestes eröffnete der Feuerwehr-Spielmannszug, dirigiert von Sascha Hermanns, mit flotten Abba - Klängen.

Unter der Regie von Stefan Haas verriet die Komödie in drei Akten nahe Verwandtschaft zu gängigen Fernsehproduktionen; das wilde „Dschungelcamp” und „Big Brother” hatten unverkennbar Pate gestanden. Entsprechend turbulent und burlesk ging es auf den Brettern zu. Sechs höchst ungleiche Kandidaten agierten in paarweisen Teams.

Sie hatten knifflige Aufgaben zu lösen und krasse Herausforderungen zu bestehen, deren ausgelassene Komik nicht zu toppen schien. Schließlich winkte dem Siegerteam eine Million Bares; die Kandidaten waren von einer Jury als Vertreter des an positiven Medienschlagzeilen reichen und bereits in Qualifikationsrunden bewährten Simmerath („Unser Dorf soll schöner und sauberer werden”) ausgewählt worden.

Und so ging es bald so klamaukhaft zur Sache, wie es das Publikum auch von einschlägigen TV- Produktionen gewöhnt ist. Wer spielt seine Rolle samt „Nahkampfeinlagen” mit Partner/in am überzeugendsten und kassiert den Lohn für horrende Anstrengungen und letztlich bestandene, skurrile Prüfungen?

Im Stile einer Livesendung gefielen und entfachten Begeisterung in den Saalrängen das routinierte Moderatoren-Gespann Norman und Heidi (Josef Frings, Conny Sauer), die obdachlose Erna (Renate Haas), Bürgermeister Heitfeld (Hans Josef Schröder), Arzt Dr. Dreyer (Stefan Haas), Pastor Budde (Herbert Wilden), Animierdame Keller (Claudia Hermanns), Lehrerin Krüger (Bettina Palm) und die guten Geister jeder TV-Aufzeichnung, die „Kabelschlepper” vom Sender, Ralf und Axel Wilden.

Das hinter den Kulissen unverzichtbar agierende Team wurde von Souffleur Josef Braun, Frank Wilden (Ton), Wolfgang Frings (Licht) und dem für den Bühnenaufbau verantwortlichen Duo Hermann Josef Nießen/Herbert Wilden gebildet. Als versierte Maskenbildnerin präsentierte schließlich Bettina Palm ihre gelungenen „Models”.

Die Simmerather Feuerwehr- Theatergruppe wurde vor rund 60 Jahren gegründet; seither spielen ihre Mimen alljährlich im Rahmen des Stiftungsfestes der Löschgruppe. Nach dem letzten Vorhang und donnerndem Applaus des Publikums war das Lustspiel zwar für diesen Abend zu Ende, aber ein anderes Spiel ging spannend weiter: die große Verlosung.

Und wer die Premiere verpasst hat, hat etwas versäumt. Doch das lässt sich korrigieren. Am kommenden Freitag, 13. Januar, und Samstag, 14., jeweils um 20 Uhr, sowie Sonntag, 15. Januar, 19.30 Uhr hebt für weitere Vorstellungen, selbstredend stets im Saale Wilden.
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