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Simmerath favorisiert den Bau einer eigenen Schwimmhalle

Von: P. St.
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Monschau/Simmerath. Die Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel lässt nicht nach in ihren Bemühungen, ein gemeinsames Schwimmbad für die Nordeifelkommunen Monschau und Simmerath zu fordern. Am Wochenende wurde die Unterschriftenaktion zur Einreichung eines Einwohnerantrages fortgesetzt.

Zahlreiche Bürger unterzeichneten die vor mehreren Geschäften ausliegenden Listen. Nach Auskunft der IG liegen aktuell 675 Unterschriften von Monschauer Bürgern vor. Benötigt werden für einen Einwohnerantrag fünf Prozent der Unterschriften aller Monschauer Bürger ab 14 Jahren; das wären 540 Unterschriften, womit das Soll bereits erfüllt wäre. Die Aktion läuft bis Ende Juli.

Der Einwohnerantrag verfolgt den Zweck, dass der Monschauer Stadtrat darüber beraten muss, ob die Entscheidung, ein gemeinsames Schwimmbad zu bauen oder das Vennbad zu sanieren, über einen Ratsbürgerbescheid (also durch die Bevölkerung) getroffen werden soll.

Eine Unterschriftensammlung läuft auch in der Gemeinde Simmerath. Hiermit allerdings sollen Rat und Verwaltung lediglich dazu aufgefordert werden, die Bürger hinreichend über die Möglichkeiten eines gemeinsames Schwimmbades wie auch über Planung für ein eigenes Bad zu informieren. Bislang liegen 156 aus der Gemeinde Simmerath vor.

Eine Richtungs-Entscheidung bei der Schwimmbad-Diskussion ist am Abend getroffen worden, wo das Thema Schwimmbad auf der Tagesordnung des Simmerather Gemeinderates stand.

Nach einer Gegenüberstellung beider Planungsvarianten spricht sich die Verwaltung eindeutig für ein eigenes Schwimmbad an der Hauptschule aus. Schon in einem ersten Abstimmungsgespäch der beiden Kommunalspitzen vor vier Wochen hatten die beiden Bürgermeister übereinstimmend festgestellt, dass „keine signifikanten Vorteile” beim Bau eines gemeinsames Schwimmbades für beide Kommunen zu erkennen seien.

Die Simmerather Verwaltung hat diese Feststellung jetzt mit Zahlen unterlegt. Ausgehend von der Annahme, dass eine gemeinsame Schwimmhalle sieben Millionen Euro Baukosten verursachen würde, wären pro Kommune 3,5 Mio. Euro zu tragen. Ferner rechnet Simmerath zusätzlich mit 175.000 Euro Grundstückskosten, 325.000 Euro Ausgleichszahlungen für den Fernwärmeausfall beim Biomasseheizkraftwerk (für die alte Schwimmhalle und die energetisch sanierte Hauptschule).

Gemäß Vertragslage wäre der Städteregion zudem der kapitalisierte Schwimmhallenzuschuss (1,275 Mio. Euro) zurückzuzahlen, sodass unter dem Strich für Monschau eine finanzielle Belastung von 6,15 Mio. Euro ohne Bewirtschaftungs- uns Betriebskosten stehen würde. Selbst wenn die Städteregion eventuell auf eine Rückerstattung verzichtet, bliebe es noch bei 4,88 Mio. Euro.

Eine eigene Schwimmhalle für Simmerath wird mit Baukosten von vier Mio. Euro angesetzt. Das Grundstück ist vorhanden, Forderungen der Städteregion wären nicht zu erwarten, und das bisherige Grundstück könnte vermarktet werden.

In der Gegenüberstellung ergibt sich zwar bei einer gemeinsamen Halle ein klarer Vorteil bei den Betriebskosten (232.000 Euro gegenüber 31.000 Euro bei eigener Halle), aber unter Berücksichtigung der Baufolgekosten komme der Vorteil erst nach 16 Jahren zum Tragen.

Die Verwaltung, die das Zahlenmaterial auch mit Hilfe eines Fachplaners für Bädertechnik ermittelte, kommt zu dem Fazit, dass die Ausgaben beim Bau eines gemeinsamen Schwimmbades deutlich über den Ausgaben für eine eigene Schwimmhalle liegen, weshalb eindeutig der Bau einer eigenen Schwimmhalle an der Hauptschule in Angriff genommen werden solle.
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