Monschau - Silvesterfeuerwerk nur in sicherer Entfernung abbrennen

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Silvesterfeuerwerk nur in sicherer Entfernung abbrennen

Von: P. St.
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Es muss kein Feuerwerk sein: In der Weihnachtszeit ist die Monschauer Altstadt ohnehin ein Lichtermeer. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Monschau. Wenn in wenigen Tagen die Weihnachtsbäume brennen, dann ist der Tag nicht fern, dass auch schon wieder die Silvester-Raketen ausgepackt werden. Kaum sind die Kerzen am Baum erloschen, stapeln sich Berge von Pyrotechnik in den Kaufhäusern. Die pyrotechnische Industrie rechnet auch in diesem Jahr wieder mit einem Umsatz von 113 Euro pro Person für Böller, Schwärmer, Kanonenschläge, Vulkane, Batterien, Raketen und Knallketten.

Auch die Bürger der Altstadt Monschau werden sich eindecken, aber beim Abbrennen gelten für sie ein paar Extraregeln. Nachzulesen sind diese in der „Allgemeinverfügung über das Abbrennverbot von pyrotechnischen Gegenständen in der historischen Altstadt Monschau“. Kürzlich stimmte der Hauptausschuss dieser Verfügung zu, die im Grunde genommen noch einmal eindeutig formuliert, was bereits im Jahr 2010 erstmals beschlossen wurde.

Zum Schutz von historischen Gebäuden war das Sprengstoffgesetz dahingehend geändert worden, dass ein Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie von Reet- und Fachwerkhäusern nicht zulässig ist.

Bürger haben Verständnis

Anlass waren durch Silvesterraketen ausgelöste schwere Brände in den Städten, Tübingen, Goslar und Nürnberg. Trotz verschärfter Verordnung kam es in der Silvesternacht 2011 zu einem weiteren schweren Schadensfall an der Nikolauskirche in Aachen als Folge eines leichtfertigen Umgangs mit Pyrotechnik der Klasse II.

„Die Bürger und die Gäste haben Verständnis dafür, dass im Kernbereich der Altstadt kein Feuerwerk abgebrannt werden darf“, wusste Ortsvorsteher Georg Kaulen, zumal ja auch eine Alternativmöglichkeit angeboten werde. Als Ausweichmöglichkeit für das Abbrennen von Feuerwerk dient der nicht überdachte Bereich des Parkplatzes Burgau – mit überschaubarer Entfernung zur Altstadt.

Hier ist das Gefahrenpotenzial deutlich geringer als im Kernbereich der Altstadt Monschau, wo die enge Bebauung das Risiko deutlich erhöht. Schlecht sitzende Schieferplatten an Dächern, Dachläden und Lüftungsöffnungen bieten weitere Gefahrenquellen bei den bis 2000 Grad heißen Silvesterraketen.

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