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Seniorenbeauftragte erhält Unterstützung

Von: olk
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Agathe Pokorski (li.) vom Seniorenzentrum Itertalklinik und Renate Schütt von der Johanniter-Unfallhilfe stehen in Roetgen als Seniorenbeauftragte bereit. Foto: Simon Olk

Roetgen. Seit März vergangenen Jahres bietet die Gemeinde Roetgen einen neuen Service für Senioren an: Ältere Menschen können sich bei Problemen direkt an die Seniorenbeauftragte Renate Schütt wenden, die unbürokratisch Hilfe anbietet.

Das ehrenamtliche Engagement werde bisher zu wenig angenommen, berichtete Schütt dem Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschuss am vergangenen Dienstag. „Viele wissen nicht, dass es das Angebot gibt und die, die es kennen, wissen oft nicht, wie sie Kontakt zu mir aufnehmen können“, klagte die Mützenicherin, die hauptberuflich bei der Johanniter-Unfallhilfe mit Senioren arbeitet.

Um das Angebot bekannter zu machen, sollen nun Flyer und Plakate gedruckt werden, die in den Schaukästen ausgehängt und in den Arztpraxen, Seniorenzentren und anderen Orten in Roetgen verteilt werden. Zudem erhält Renate Schütt die Unterstützung von Agathe Pokorski, die vom Ausschuss als zweite Seniorenbeauftragte ernannt wurde. Die 27-Jährige arbeitet seit drei Jahren im Sozialdienst der Seniorenzentren der Itertalklinik in Roetgen. „Daher habe ich viele Kontakte und kann helfen, die Beratungsstelle bekannter zu machen“, sagte Pokorski.

Bürgermeister Manfred Eis sagte den beiden Beauftragten die Hilfe der Verwaltung bei den geplanten Maßnahmen zu. Bisher hätten sich wenige gemeldet, berichtete Schütt weiter. Sie habe lediglich einige Anfragen erhalten von Menschen, die Hilfe beim Schneeschaufeln benötigten. Zudem habe sich eine Frau gemeldet, die seit Jahren lediglich einmal im Monat das Haus verlasse und das nur zum Einkaufen.

Neben der Hilfe bei Behördengängen oder der Antragsstellung bei Wohngeld möchte die Beratungsstelle daher gezielt älteren Menschen den Weg aus der Vereinsamung bahnen. „Unser Ziel ist es, ältere Menschen dazu zu bewegen, sich in der Gemeinde einzubringen. Sie können Strick- oder Vorlesenachmittage in Seniorenheimen anbieten, Hilfe beim Einkauf oder einen gemeinsamen Spaziergang anbieten“, sagt Schütt.

Janine Köster von der SPD appellierte ebenfalls an die Roetgener Bürger: „Familien könnten Patenschaften für Senioren übernehmen und ältere Menschen, die noch fit sind, könnten Angebote für andere Senioren anbieten.“ Andere Kommunen in der Städteregion Aachen wie Herzogenrath, Baesweiler oder Alsdorf, haben schon seit längerem eine Beratungsstelle eingerichtet.

Wiltrud Strunk von der CDU regte daher an, auch überregional zu denken: „Regelmäßige Vernetzungstreffen und einen Erfahrungsaustausch mit den Seniorenbeauftragten der anderen Kommunen könnten uns helfen“, sagte sie. Die Seniorenberaterinnen sind unter folgenden Rufnummern erreichbar: Renate Schütt, Tel. 0172/2481377, Agathe Pokorski, Tel. 015162412439.

Termine können auch über das Roetgener Sozialamt vereinbart werden. Ansprechpartner sind hier: Dirk Recker, Tel. 02471/1825 und Karina Linzenich, Tel. 02471/1822.

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