Nordeifel - Senioren-Union unter neuer Leitung

Senioren-Union unter neuer Leitung

Von: M. S.
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Herzliche Worte und Blumen zum Abschied: Norbert Gönnewicht, Bezirksvorsitzender der Aachener Senioren-Union (links) dankte Walter Peters für 16 Jahre erstklassige Vorstandsarbeit und wünscht seinem Nachfolger Rainer Mertens gleiches Glück und Erfolg. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Insgesamt 16 Jahre lang stand Dr. Walter Peters aus Kalterherberg an der Spitze des Monschau/Roetgen/Simmerather Stadtverbandes der Senioren-Union. Am Mittwochabend legte der bald 88-jährige, pensionierte Förderschulrektor sein Amt in die Hände eines Jüngeren.

Nachfolger Rainer Mertens (62) gehört seit rund 20 Jahren der CDU an und übte bislang in der Ü 60-Riege der Nordeifeler Christdemokraten die Funktion des Geschäftsführers aus. Mertens war Verlagsleiter von Beruf und ist seit einem Unfall Rentner.

Neuwahl des Vorstandes

Im Konzener Gasthaus „Achim und Elke“ erlebten rund 20 Mitglieder und Gäste im Rahmen der Mitgliederversammlung eine Neuwahl des kompletten Vorstandes. Zwölf anwesende Männer und Frauen waren dazu stimmberechtigt.

Die Leitung des Votum-Procederes oblag Norbert Gönnewicht aus Stolberg; er ist Kreisvorsitzender, Landes- und Bundes-Vorstandsmitglied der Senioren–Union. Gönnewicht, der auch die Laudatio auf Walter Peters hielt, war in Begleitung seines in Aachen aktiven Parteifreundes und Geschäftsführers Carsten Manheims aus Alsdorf erschienen. Den Monschauer Magistrat vertrat Mützenichs Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz.

In die Geschäftsführung beriefen die Stadtverbands-Angehörigen anstelle Rainer Mertens fortan die Imgenbroicherin Rosi Bäuerlein. Zuvor war Ursula Wlasak als stellvertretende Vorsitzende bestätigt worden. Das Beisitzer-Kollegium wird weiterhin in bewährter Besetzung von Karl Dahmen, Gustav Radermacher, Josef Hermanns, Peter Sistemich und Heinrich Jansen gebildet.

In launigen Worten verabschiedete sich Walter Peters von der Führungsposition und den Versammelten. Er ließ seine Tätigkeiten für die christdemokratische Sache Revue passieren: „Ich bin vom Jahrgang 1926 und wurde 1958 als Lehrer in mein Heimatdorf Kalterherberg versetzt. Hier übernahm ich im gleichen Jahr den Unionsvorsitz, den ich bis zu meinem Promotionsstudium im Jahre 1991 innehatte.“

Als ihn die einflussreichen CDU-Funktionsträger Schwartz und Körner für das Amt des SU–Vorsitzenden gewinnen wollten, sagte Peters trotz Genusses einer guten Flasche Wein zunächst nein. Erst die zweite Visite in Kalterherberg endete mit einem Ja des Hausherrn. „Bei uns gab es stets einen aktiven Dialog mit interessierten Menschen und Freunden“, resümiert Peters seine Zeit mit Führungsmandat. „Wir hatten eine schöne Zeit, bildeten eine geistige Gemeinschaft, in der nicht die Rede, sondern die Tat im Vordergrund stand.“

Hohe Wertschätzung

Der Scheidende bat seine Zuhörer, „meinem Nachfolger Mertens das gleiche Vertrauen zu schenken wie mir. Ich meinerseits verspreche, auch ohne Amt und Würde der Senioren-Union die Treue zu halten.“ Laudator Gönnewicht hob als Resümee seiner vertrauensvollen und langjährigen Zusammenarbeit mit Peters hervor, dieser habe es verstanden, „von der Mutterpartei stets hohe Wertschätzung für die Senioren-Union und damit die ältere Generation gewinnbringend einzufordern“.

Zudem lag dem nun verabschiedeten Leistungsträger stets daran, bilanzierte der Gast aus der Kupferstadt, „das ‚C‘ im Parteinamen als Fundament aller politischen Arbeit voranzustellen und somit Politik nach christlichem Menschenbild zu gestalten“. Freilich bemerkte Gönnewicht auch, „dass deinem Nachfolger Erfolg beschieden sein möge, und dass er als Vorsitzender die Wertschätzung erhält, die du, Walter, in der Vergangenheit oftmals schmerzlich vermisst hast“.

Der christdemokratischen Mutterpartei hielt Gönnewicht vor Augen, dass ohne die Stimmen der älteren Generation nirgendwo mehr eine Wahl zu gewinnen sei. Eine These, die in der Mitgliederrunde mit überzeugenden Fakten erhärtet wurde: Bei der letzten Bundestagswahl traten 20 Millionen über 60-jährige Menschen an die Urnen.

Zu Veranstaltungen locken

Glatte 50 Prozent von ihnen gaben ihr Vertrauen der CDU. Mehrere mit ihrer Führungsriege unzufriedene Unionssprecher verlangten vom Vorstand der Monschauer Stadt-CDU „viel mehr Miteinander als es bis jetzt der Fall war“. Walter Peters: „Man sieht die Spitzenkräfte bei uns Senioren nie. Um so mehr freuen wir uns, dass Jacqueline Huppertz heute anwesend ist und die Ehre ignoranter, hoher Funktionsträger rettet!“

Mit interessanten Themen möchte Neu-Vorsitzender Mertens demnächst viele betagte Parteifreunde zu Veranstaltungen locken. Mitgliederwerbung tue dringend not. Die Zahlen derer Angehörigen im Stadtverband sinken drastisch, wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, die Menschen in der Nordeifel für Inhalte und Wesen der Senioren-Union zu begeistern.“

Es gebe schließlich genügend potenzielle Anwärter in der Bevölkerung: „Eigentlich dürften wir uns vor beitrittswilligen Kandidaten kaum retten.“ Wichtige Komplexe wie Energiewende oder Rentenfragen könnten, so Vorsitzender Mertens, zügig, ideenreich und attraktiv für den Einzelnen behandelt werden, schließlich stünden im Mai Wahlen an.

Weihnachtsfeier terminiert

Zu guter Letzt lud Norbert Gönnewicht seine Zuhörer ein, den kommenden Bezirks-Seniorentag in Herzogenrath mit einer stattlichen Delegation des Monschauer Verbandes zu besuchen. Und Rainer Mertens hat bereits die traditionelle Weihnachtsfeier auf den 3. Dezember terminiert.

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