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Sekundarschule: Eltern vertrauen der neuen Schulform

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
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Überzeugungsarbeit hatten die Lehrer und Schulverwaltungen bei den vier Elterninfoabenden (hier in Simmerath) zu leisten – offenbar mit Erfolg: Das Konzept der neuen Schule hat viele Eltern der jetzigen Dritt- und Viertklässler so überzeugt, dass sie ihr Kind dafür anmelden würden. Foto: Hoffmann

Nordeifel. Die Kommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen, Simmerath sind ihrem Ziel, an den Standorten Simmerath und Hürtgenwald eine Sekundarschule in gemeinsamer Trägerschaft zu errichten, ein großes Stück näher gekommen. Nach einer Elternbefragung in den vier Kommunen würde der erste Jahrgang, also die Jahrgangsstufe fünf der neuen Schule, im August 2013 mit rund 170 Kindern an den beiden Standorten Simmerath und Hürtgenwald starten.

Nach vier Elterninformationsveranstaltungen vor Ort, bei denen sich über 400 Eltern über die neue Sekundarschule Nordeifel informierten, schloss sich in der vergangenen Woche die formelle Befragung der Eltern der insgesamt 821 Schülerinnen und Schüler der derzeitigen Jahrgangsklassen drei und vier aller Grundschulen der vier Kommunen an. Das Ergebnis der Elternbefragung ist Teil der Antragsunterlagen für die neue Schulform.

„Würden Sie Ihr Kind dort anmelden, falls es vom nächsten Schuljahr an (2013/14) eine Sekundarschule mit Standorten in Simmerath und Hürtgenwald-Kleinhau gäbe?“ lautete die wichtigste Frage dieses Bogens. Von den Elternfragebögen wurden innerhalb der Rückgabefrist 707 Fragebögen zurückgegeben, was einer Gesamtrücklaufquote von mehr als 86 Prozent entspricht. „In der Einzelbetrachtung beläuft sich die Rücklaufquote im dritten Schuljahr auf 85,2 und im vierten Schuljahr auf fast 87 Prozent, was ein großes Elterninteresse am künftigen Bildungsangebot der Region zeigt“, heißt es in einer gestern veröffentlichten, gemeinsamen Presseerklärung der vier Kommunen.

Die Auswertung der Bögen zeigte auf, dass fast die Hälfte der betroffenen Eltern bereit ist, die neue Schulform mitzutragen, indem sie ihr Kind dort anmelden. Von 367 Eltern der derzeitigen Viertklässler in Monschau, Simmerath und Roetgen sowie an den Grundschulen Gey und Vossenack/Bergstein können sich 194 „bestimmt nicht“ oder „eher nicht“ vorstellen, dass sie ihr Kind für die Sekundarschule Nordeifel anmelden. In dieser Zahl stecken vor allem jene Kinder, die – mit oder ohne Empfehlung der Grundschule – demnächst für ein Gymnasium, für die Mädchenrealschule St. Ursula oder (vor allem aus Roetgen) für eine Aachener Mittelschule (Gesamtschule) angemeldet werden sollen.

170 Eltern aber können sich zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen, dass ihr Kind zu den „Pionieren“ der neuen Schulform gehört. Dabei herrscht ein deutliches Gefälle unter den einzelnen Nordeifelkommunen. Denn während aus der Gemeinde Simmerath 82 Eltern von Viertklässlern und damit deutlich mehr als die Hälfte die zentrale Frage mit „ganz bestimmt“ (45) oder „eher ja“ (37) beantworteten, waren es in Monschau nur 33 bei 93 abgegebenen Fragebögen. Aus der Gemeinde Roetgen kämen demnach auch immerhin acht Kinder in die fünfte Klasse der neuen Schule.

123 Kinder in Simmerath

Somit käme schon alleine am Standort Simmerath mit 123 Kindern (82+33+8) die geforderte Mindestanmeldezahl von 125 Kindern nahezu zustande, die ja auch den (zweizügigen) Standort Hürtgenwald miteinschließt. Dieser käme nach Auswertung der Elternbögen derzeit auf 47 Kinder aus den Grundschulen Gey und Vossenack/Bergstein, wobei „mit weiteren Anmeldungen aus Teilen des Stadtgebietes Düren zu rechnen“ sei, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Auf der Grundlage dieser absoluten Zahlen haben die Schulverwaltungen der vier Kommunen gestern auch eine „Hochrechnung nach schulrechtlichen Vorgaben“ erstellt, die davon ausgeht, dass noch einige Sekundarschüler von Eltern hinzukommen, die den Fragebogen nicht oder nicht gültig zurückgegeben haben. Danach käme der Hauptstandort Simmerath für das Schuljahr 13/14 sogar auf 140, der Teilstandort Hürtgenwald auf 56 Fünftklässler. Und für das folgende Schuljahr prognostiziert die Hochrechnung gar 175 Sekundarschüler in Simmerath, aber nur noch 47 in Hürtgenwald.

„Die zu erwartenden Anmeldungen für beide Standorte insgesamt liegen folglich stabil oberhalb des Mindestwertes von 125 Anmeldungen je Einschulungsjahrgang, so dass die formalen Vorgaben für eine Antragstellung bei der Bezirksregierung Köln erfüllt werden“, lautete das Fazit der Elternbefragung. In den kommenden Wochen werden die jeweiligen Ausschüsse und Räte nun die entsprechenden Beschlüsse fassen und den Antrag bei der Bezirksregierung Köln einreichen.

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