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Seit 30 Tagen kein nennenswerter Regen

Von: Karl-Josef Linden
Letzte Aktualisierung:
Ruhiges Hochdruckwetter und he
Ruhiges Hochdruckwetter und herrliche Morgenstimmungen begleiten uns nun schon seit Wochen in der Eifel, so wie hier beim Blick auf Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der zweite Herbstmonat beeindruckte mit großen Gegensätzen in den Wetterparametern. Ein ausgeprägter Altweibersommer wurde nur kurz von einer herbstlichen Sturmphase mit Temperaturstürzen und Schneeflocken in der Hocheifel abgelöst.

Kaum jemand hätte erwartet, dass die Temperaturen im Oktober fast normal waren (Abweichung rund um Monschau nur +0,5 bis 0,9 Grad). Vor zehn Jahren (2001) wurden im Oktober in Kalterherberg sogar 12,0 Grad im Mittel gemessen, jetzt „brave” 8,5 Grad, es geht also noch deutlich wärmer.

Die wärmsten drei Tage des Monats wurden vom 1. bis 3. notiert (drei Sommertage in Aachen über 25 Grad). An der Deponie Aachen hielt das Thermometer am 1. sogar 26,8 Grad als Spitzenwert fest. Damit wurde der absolute Höchstwert (seit 1869 in Aachen) aus dem Jahr 1921 (mit Eifelföhn 30,2 Grad am 10. Oktober) aber deutlich unterboten.

Im Raum Monschau wurde der Oktoberrekord vom 8.10.1947 (22 Grad) in diesem Jahr deutlich übertroffen, sogar Kalterherberg meldete 25,3 Grad am 1. des Monats.

Am kältesten war es im vergangenen Monat am Morgen des 21. Oktober, wo im oberen Rurtal bereits -5 Grad gemessen wurden (Aachen -2,7 Grad). Am Erdboden erzielte die Wetterstation Kalterherberg bereits -9 Grad.

Ansonsten war aber vieles von eitlem Sonnenschein überlagert und damit wurde das wunderbare Septemberwetter im Kreis Aachen fortgesetzt.

Solarzellenbesitzer freuen sich

Die Sonnenstundenbilanz spülte den Solarzellenbesitzern reichlich Geld vom Dach in die Geldbörse. Mit 175 Stunden erzielte die Wetterstation der Deponie Aachen im Föhnbereich der Nordeifel ein Plus von 35 Prozent und damit machte der Oktober seinem Namen als goldener Monat alle Ehre. Hier einige Sonnenstundenbilanzen:

Kalterherberg 149, Aachen-Orsbeck 154 und Windpark Schöneseiffen 169 Stunden.

Nicht ganz so einheitlich war die Niederschlagsbilanz: Im Aachener Land herrschte Trockenheit (60 bis 75 Prozent des Mittels), in der Nordeifel hingegen deutlich mehr Niederschlag (75bis 90 Prozent).

Nach der Hitze Anfang des Monats folgte am 6. Oktober das einzige Sturmtief des Herbstes (Böen von Stärke 8 in allen Höhenlagen) und danach vom 6. bis 12. eine etwas feuchtere Witterungsperiode, aber große Regenmengen gab es nur am 7. Oktober mit 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter. Am Abend des 19. fielen die ersten herbstlichen Schneeflocken, Graupel oder Schneeregen in einer Kaltfront oberhalb von 650 m Seehöhe.

Die Summen des Niederschlags waren durchweg im Defizitbereich aber doch regional stark unterschiedlich wie folgende Zahlen zeigen: Aachen-Orsbeck 47 l/qm, Deponie Aachen 50 l, Wahlerscheider Höhe 55 l, Kalterherberg 58 l, Aachen-Sief 63 l, Höfen 67 l, Kalltalsperre 73 l, Roetgen 78 l und Monschau/Schulzentrum 83 Liter.

Das andauernde Hochdruckwetter mit seiner Trockenheit dauert immer noch und auch weiterhin an. Seit 30 Tagen hat es nicht mehr richtig geregnet und ein Ende ist frühestens nach dem nächsten Wochenende in Sicht.
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