Seit 2001 im Durchschnitt nur 218 Fahrzeuge mehr am Tag

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Nadelöhr Monschauer Straße in der Rush Hour: Die Zahlen rechtfertigten keinen großen Ausbau auf ganzer Länge, sagt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Nordeifel. Anstatt der Stadt Aachen Kirchturmpolitik vorzuwerfen, lieber die Kirche im Dorf lassen: Nun hat sich auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius zum Ausbau der Monschauer Straße (B 258) zu Wort gemeldet.

„Die Entscheidung der schwarz-grünen Koalition in Aachen, die überdimensionierten Ausbaupläne des Landesbetriebes für die Monschauer Straße zu reduzieren, hat nichts mit mangelndem Verständnis für die Belange des Eifelraumes zu tun, wie es die Monschauer Christdemokraten Kreitz und Lenders unterstellen”, sagte Herlitzius zu den Reaktionen der CDU in Monschau und Roetgen auf die Pläne der Stadt Aachen.

Herlitzius empfahl, einen unaufgeregten Blick auf die tatsächlichen Verkehrszahlen zu werfen. „Seit Jahren wird im Auftrag des Verkehrsministeriums NRW an automatischen Zählstellen die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gemessen.”

Für den Verkehr zwischen der Nordeifel und Aachen gebe es drei relevante Zählstellen: Eine auf der Schleidener Straße vor der Abzweigung der Monschauer Straße, eine auf der Monschauer Straße und eine auf der Schleidener Straße nach der Abzweigung der Monschauer Straße.

„Die Ergebnisse dieser Zählstellen sprechen eine deutliche Sprache”, findet Bettina Herlitzius: „Der gesamte Verkehr auf der Schleidener und der Monschauer Straße hat zwischen 2001 und 2010 um durchschnittlich 218 Kfz am Tag zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs von 1,3 Prozent.„ Es sei ihr unverständlich, sagt Herlitzius, wie man „bei solchen stagnierenden Verkehrszahlen und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels einen Verkehrszuwachs prognostizieren kann”.

Seit Beginn der Messungen im Jahr 1996 hat der Verkehr laut diesen Messungen um insgesamt rund acht Prozent zugenommen. Damit liegt der Anstieg der Verkehrsbelastung deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Die einzige Veränderung sei eine Verlagerung von etwa 1000 Kfz am Tag von der Schleidener auf die Monschauer Straße.

„Diese Verlagerung entspricht der Intention der Umwidmung der Monschauer Straße zur Bundesstraße. Und genau dieser Verkehrsverlagerung wird durch den punktuellen Ausbau der Monschauer Straße Rechnung getragen”, so Herlitzius, die prognostiziert: „Mit einem darüber hinausgehenden Verkehrszuwachs ist in Zukunft kaum zu rechnen.”
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