Schwimmen, Klettern, Schippern: Neue Unterhaltung in Eschauel?

Von: Gudrun Klinkhammer
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Yasmin Kalmuth-Büyükdere und Dieter Krapp würden sich freuen, wenn sie in der Region eine weitere, vielschichtige touristische Attraktion auf die Beine stellen dürften. Foto: gkli

Schmidt. Die Idee steht, nun wird das Genehmigungsverfahren angestrebt. In Eschauel möchte Yasmin Kalmuth-Büyükdere, die Geschäftsführerin der „Grüner Salamander GmbH“ mit Sitz in Untermaubach, einen Kletterwald errichten. Was sie vor einigen Jahren in Hasenfeld unterhalb vom Resort Eifeler Tor plante, könnte nun in Eschauel Wirklichkeit werden. Der Kletterwald ist in Eschauel der Baustein einer ganzen Ideenpalette.

Yasmin Kalmuth-Büyükdere: „Angedacht ist, auf einem Abstellstreifen unterhalb des öffentlichen Parkplatzes, einen London-Bus zu deponieren.“ Rund um den Bus würden Parkplätze für die Besucher des Kletterwaldes eingerichtet. Im Gefährt selber soll in der unteren Etage die Anmeldung abgewickelt werden, weiter könnten dort Infos und Klettergurte ausgegeben werden.

In der oberen Etage des zweistöckigen Busses soll ein Freizeitangebot in Form von Naturerlebnispädagogik speziell für Kinder eingerichtet werden. Von dieser Basisstation aus sind zwei Areale östlich und nördlich im Wald angedacht, in denen Klettermöglichkeiten installiert werden sollen. Insgesamt handelt es sich um zwei Hektar Aktionsfläche. Nach gründlicher Prüfung der Idee und Vorlage aller notwendigen Gutachten könnte der Kletterwald 2017 Realität werden.

Touristischer Aufschwung

Yasmin Kalmuth-Büyükdere legt großen Wert auf Teamarbeit, daher hat sie mit umliegenden Anbietern wie etwa mit der „Beach-Club“-Inhaberin Magdalena Bongard und Dieter Krapp, dem Vorsitzenden des Segelclubs „Poseidon“, Kontakt aufgenommen. Derzeit bildet sich unter anderem aus diesen Personen eine Interessengruppe, die sich als Arbeitsgemeinschaft sieht und die für Schmidt und Eschauel einen touristischen Aufschwung anstrebt. Dieter Krapp wird bereits in wenigen Wochen unmittelbar neben dem „Beach-Club“ einen Verleih für Kanus, Segel- und Tretboote sowie für E-Bikes eröffnen. Krapp: „Der Verleih ist in trockenen Tüchern. Aber ich überlege noch, für Familien ein Indoor-Spieleangebot zu schaffen.“

Gemeinsam haben die Initiatoren die Idee, die Verkehrsverbindung nach Eschauel auszuweiten. Zu den bisherigen Angeboten könnte nach ihren Vorstellungen noch eine öffentliche Verkehrsanbindung hinzukommen. Vielleicht, überlegen Kalmuth-Büyükdere und Krapp laut, könnte ja mal das „Mäxchen“ der DKB, eine Buslinie, nach Eschauel fahren. Das Mäxchen steuert, vom Bahnhof Heimbach ausgehend, in Schmidt bereits den Wildpark an, doch könnte auch Eschauel für die Linie eine interessante Adresse in naher Zukunft sein.

Auf Anklang gestoßen

Dieter Weber, allgemeiner Stellvertreter des Nideggener Bürgermeisters, sagt zu den Plänen: „Es haben bereits Termine stattgefunden, die Ideen liegen auf dem Tisch.“ Grundsätzlich stehe die Stadt dem Projekt positiv gegenüber, aber die Rechtsprüfung und das Beteiligungsverfahren müssten noch durchgeführt werden. Die letztendliche Entscheidung liegt bei der Politik.

„Schmidt hat circa 3120 Einwohner, über 100 Hotelbetten, hinzu kommen Pensionen. Wir begrüßen die Ideen, die den Fremdenverkehr fördern“, sagt Michael Roeb, Vorsitzender des örtlichen Verkehrsvereins. Zudem habe sich am ganzen Rursee, etwa aufgrund der Einrichtung des Resorts „Eifeler Tor“ und des Mountainbike-Parks im Hürtgenwald, viel getan. Da seien weitere attraktive Angebote willkommen. Roeb: „Allerdings ist die Anliegerverträglichkeit des Projekts absolute Voraussetzung.“

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