Roetgen - Schule Roetgen: Schlammschlacht eröffnet

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Schule Roetgen: Schlammschlacht eröffnet

Von: Ernst Schneiders
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Roetgen. „Es liegt ein großer dampfender Haufen auf dem Tisch”, so ein Kommentar aus der Roetgener Politik, wenn am Freitag die Gesellschafterversammlung der Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) zusammentritt, um über die von SPD und UWG in der jüngsten Ratssitzung beschlossene Sparvariante für die Sanierung der Grundschule zu beraten.

Allerdings wird sich das Gremium nicht nur mit dem Disput um die Schulsanierung zu beschäftigen haben, sondern auch mit dem Rücktritt von RGEG-Geschäftsführer Hubert Pauls, seines Zeichens Leiter des Bauamtes der Gemeinde.

Wie Pauls gegenüber unserer Zeitung erklärte, habe er zuletzt bei der Politik Rückhalt und Vertrauen vermisst. „Wenn das fehlt, dann gibt es keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit, dann muss man die Konsequenzen ziehen.” Hubert Pauls, der seit der Gründung der RGEG im Jahr 2006 als deren Geschäftsführer fungierte, betonte, dass es sich nicht um eine spontane Entscheidung gehandelt habe, Vielmehr sei sie aus der Summe der Erfahrungen entstanden, die er unter anderem mit dem Thema Schulsanierung machen musste.

Die Löschung seines Namens aus dem Handelsregister sei bereits beantragt. Es gibt in Roetgen aber nicht nur Stimmen, die es bedauern, dass Hubert Pauls hingeworfen hat. „Da verlässt einer rechtzeitig das sinkende Schiff”, lautete einer der Kommentare.

Als „Skandal” bezeichnen es zudem Teile des Rates, dass das Architekturburo Kada-Wittfeld und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion unter einem gemeinsamen Briefkopf firmieren, zumindest beim Schreiben an die RGEG vom 5. Mai, in welchem Architekt Gerhard Wittfeld und WFG-Geschäftsführer Dr. Axel Thomas einträchtig davor warnen, der Sparvariante von SPD und UWG zuzustimmen.

Die WFG arbeite als Projektsteuerer im Auftrag der Gemeinde Roetgen und sei nicht dazu da, dem Architekten finanziell den Rücken frei zu halten, hieß es aus der Politik. „Kann man sich einen solchen Projektsteuerer überhaupt noch leisten?” So lautet eine der Fragen, die in den nächsten Tagen beantwortet werden sollen.

„Ins Schwarze getroffen”

Auch schüttelt man in Roetgen ungläubig den Kopf, dass Städteregionsrat Helmut Etschenberg als Aufsichtsratsvorsitzender diese Vorgehensweise des WFG-Geschäftsführers duldet. Überdies sei die Drohung von Wittfeld und Thomas, auf neuerliche Kritik aus dem Rat mit juristischen Schritten zu antworten, „nur ein Beleg dafür, dass diese Kritik ins Schwarze getroffen hat”.

Es ist davon auszugehen, dass es am Freitag zu verbalen Unfreundlichkeiten der beiden großen politischen Lager kommen wird. Die Schlammschlacht ist eröffnet. Dessen ungeachtet teilen die Fraktionen von CDU und Grünen mit, dass sie zum aktuellen Stand der Schulsanierung für den 24. Mai eine Sondersitzung des Rates beantragt haben.
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