Schulbusunfall: Ritter stellt kritische Fragen

Von: Ernst Schneiders
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Das ist nochmal gut gegangen: Ein Schulbus hat an der Haltestelle Imgenbroich das linke Hinterrad verloren. Verletzt wurde niemand. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Der Unfall an einer Bushaltestelle in Imgenbroich am Donnerstagmorgen wird ein Nachspiel haben. Dort hatte ein voll besetzter Schulbus der Firma Lehner aus Gemünd, unterwegs im Auftrag der Regionalverkehr Euregio (RVE), beim Anfahren das linke Hinterrad verloren.

Obwohl die Sache glimpflich verlaufen ist und niemand zu Schaden kam, will Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen.

Die Verwaltungschefin beschwert sich in einem Schreiben an die RVE, ihre Schulverwaltung habe sich am Donnerstag mehrfach erfolglos bemüht, eine schriftliche Stellungnahme zu dem Vorfall zu erhalten: „Mit äußerstem Nachdruck verlangt die Stadt Monschau in ihrer Verantwortung als Schulträger von Ihnen als Vertragspartner die Aufklärung über die Umstände des Radbruches an einem vollbesetzten Schülerbus.”

Wie alt war der Bus?

Obwohl der Unfall glücklicherweise harmlos verlaufen sei, fordere die Stadt Monschau kurzfristig „Klarheit über die dubiosen Umstände”. Es könne nicht sein. dass „Subunternehmer veraltete Busse für unsere Schüler einsetzen, die nicht sicher sind”, schreibt Ritter und stellt der RVE folgende Fragen:

Wie alt war der Bus?

Wann genau erfolgte die letzte TÜV-Prüfung für diesen Schulbus?

Wie konnte es zu so einem gefährlichen Radbruch kommen?

Man könne wohl „innerhalb von 24 Stunden Klarheit erwarten, wenn es um die Sicherheit unserer Kinder geht”, erwartet die Bürgermeisterin jetzt zügig Auskunft. Überdies stelle man sich im Rathaus die Frage, ob „eventuell noch weitere veraltete Busse im Einsatz für unsere Schüler sind”. Die Stadt Monschau werde die zuständigen Stellen bitten, „kurzfristig strenge Prüfungen” vorzunehmen.

Auch die Polizei drängt auf eine umfassende Klärung, behandelt den Vorfall als Verkehrsdelikt und stellt eigene Ermittlungen an. Allerdings, so Polizeisprecher Michael Houba, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, ob gegen irgendjemanden irgendwelche Vorwürfe erhoben werden können.

Vorsorge treffen


„Natürlich haben auch wir großes Interesse, diese Angelegenheit so schnell wie möglich aufzuklären”, versichert Karlheinz Huppertz, Leiter des Regiocenters in Aachen. Ein Sachverständiger sei mittlerweile beauftragt worden, sich der Sache anzunehmen. Die Ursachenforschung solle darüber hinaus auch dazu dienen, Vorsorge zu treffen. „damit so etwas nicht wieder vorkommen kann”.
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