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Schülervertreter mit Leidenschaft

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
Bildung ist eine Schlüsselqua
Bildung ist eine Schlüsselqualifikation: Darin sind sich Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch (hinten, v.l.), Daniel Bick, Leiter der Europaschule, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Dezernent Gregor Jansen und die Vertreter der prämierten Schülervertretung der Maria Montessori Gesamtschule Aachen Gereon Spielhoff, David Keusch, Katja Weßel, Noah Schiffer, Lilly Bieleit und Malte Mischlich einig. Foto: ElisaZander

Städteregion/Herzogenrath. Dass sich noch kurzfristig Schüler anmelden, ist für Steffen Mingenbach kein Problem. „Damit haben wir gerechnet”, sagt er, und nun kommen ihm und Cora Herwartz die gute Vorbereitung zu Gute.

Gemeinsam haben sie den zweiten Schülervertretungstag organisiert, der in Kooperation zwischen dem Bildungsbüro der Städteregion und der Bezirksschülervertretung stattfindet. Mehr als 250 Schüler aus der Städteregion waren am Dienstagnachmittag in der Europaschule Herzogenrath dabei.

Nachdem die Premierenveranstaltung im vergangenen Jahr der Vernetzung von Schülervertretungen (SV) gewidmet war, steht diesmal die Fort- und Weiterbildung im Fokus. Mit Workshops soll die SV-Arbeit professionalisiert werden. „Die Referenten werden von politischen Stiftungen gestellt”, erzählt Steffen Mingenbach. Rechtliche Grundlagen der SV-Arbeit werden dabei ebenso vermittelt wie wichtige Tipps zur komplexen Rolle eines Schülersprechers.

Davon kann auch Christian Jungen profitieren. Der Schülersprecher hat den SV-Tag an seine Schule geholt, „um die Kooperation zwischen den Schülervertretungen zu stärken”, erklärt der 19-Jährige. Er fördert selbst eine junge SV an der Europaschule und verspricht sich von dem Tag insbesondere „zu lernen, wie man Projekte professionell aufzieht”. Dass das noch in einem angenehmen Rahmen stattfindet, in dem man neue Leute kennenlernt, sei ein weiterer Pluspunkt.

Reden gibt es an diesem Tag keine, „die sind im letzten Jahr als langweilig von den Schülern wahrgenommen worden”, erklärt Steffen Mingenbach. Und so haben die beiden Organisatoren mit Bezirksschülersprecherin Linda Vetten ein „Herzblatt-Spiel” auf die Beine gestellt, bei dem Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch und Europaschul-Leiter Daniel Bick Rede und Antwort stehen. Am Ende erhalten alle drei sowie der Bildungsdezernent der Städteregion, Gregor Jansen, eine Rose mit der Botschaft „Bildung ist meine Leidenschaft”.

Preis für die beste SV

Leidenschaft für ihre Schule und ihre Arbeit legt auch die SV der Maria Montessori Gesamtschule Aachen an den Tag. Sie hat sich im Wettbewerb um die beste SV der Städteregion gegen fünf weitere Bewerber durchgesetzt und den ersten Platz belegt. Das Preisgeld von 500 Euro sowie die Gelder für die anderen fünf Teilnehmer werden vom Verein „Partner für Bildung” bereitgestellt.

Mit einem Video hatte die SV sich und ihre Arbeit dargestellt. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Es handelt sich um eine offene SV, „keiner wird gewählt, alle können mitmachen”, erzählt Katja Weßel. Aus allen Jahrgangsstufen engagieren sich insgesamt über 50 Schüler, 30 davon regelmäßig. Diese Struktur ist über lange Jahre aufgebaut worden.

Wichtig ist dem Team, immer präsent zu sein. „Bei Problemen mit Lehrern, Räumlichkeiten oder anderen Sorgen haben wir ein offenes Ohr”, erklärt Gereon Spielhoff, der die SV als „Kommunikationshelfer zwischen Lehrern und Schüler” versteht. Natürlich organisiert das SV-Team auch Partys und einen Band-Contest. Und die Aktiven wissen, dass sie etwas für sich mitnehmen: „Wir lernen, vernünftig miteinander umzugehen”, sagt Gereon Spielhoff, „und wir trainieren Schlüsselqualifikationen. Das braucht man im Leben immer. Und das geben wir schon an unsere Jüngsten weiter.”
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