Vogelsang/Stolberg - Schnelle Hilfe im Nationalpark

WirHier Freisteller

Schnelle Hilfe im Nationalpark

Letzte Aktualisierung:
sos-wegebild
Ein neues schlichtes gelbes Schild mit rotem Rand, einer Kennnummer in der Mitte und der internationalen Rufnummer 112 rechts unten hilft jetzt schneller Leben retten. Der Clou: Die Kennnummern sind verbunden mit GPS-Daten. Rund alle 200 Meter sind sie jetzt im Nationalpark Eifel und in vogelsang ip zu finden.

Vogelsang/Stolberg. Ein neues schlichtes gelbes Schild mit rotem Rand, einer Kennnummer in der Mitte und der internationalen Rufnummer 112 rechts unten hilft jetzt schneller Leben retten. Der Clou: Die Kennnummern sind verbunden mit GPS-Daten. Rund alle 200 Meter sind sie jetzt im Nationalpark Eifel und in vogelsang ip zu finden.

Udo Crespin, Leiter Abteilung Gefahrenabwehr im Kreis Euskirchen, brachte es während einer Pressekonferenz in Vogelsang auf den Punkt: „Zeit, Zeit, Zeit: Darum geht es, wenn wir eine Person retten müssen.” Deshalb ergriff seine Abteilung die Initiative, das Rettungssystem im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags zu verbessern.

Das fanden auch Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamt Eifel und Thomas Fischer-Reinbach, Geschäftsführer der Stadtortentwicklungsgesellschaft Vogelsang (SEV) ausgezeichnet. Beide müssen und wollen für die Sicherheit in ihren riesigen Gebieten sorgen.

Der Nationalpark auf über 10.000 Hektar und Vogelsang ip auf rund 100 Hektar mittendrin sind an vielen Stellen schwer zugänglich und unübersichtlich. Damit sind beide Pilotprojekte für die SOS-Wegekennung mit Vorbildcharakter für die gesamte Region.

„Für uns sind die 550 Schilder auf allen Wegweisern nur der Auftakt”, betonte Walter. Trotz des Nationalparkmottos, Natur sich selbst zu überlassen, wodurch Wege zwangsläufig zuwachsen, will das Nationalparkforstamt dafür sorgen, dass ein festes Gerüst von Wegen erhalten bleibt. Dem Kreis Euskirchen wurde hierfür eine spezielle Karte für das Wegenetz übergeben.

Das DRK Kreis Euskirchen hat sich eigens einen Arctic Cat, eine Art vierrädriges Motocrossrad, angeschafft, um auch die abgelegensten Stellen zu erreichen. Mit seinem Maßnahmenpaket steht der Nationalpark einmalig in Deutschland da. „Verlaufen und nicht gefunden werden, ist bei uns nicht möglich”, erklärte Walter.

Thomas Fischer-Reinbach sorgte auf dem vogelsang ip-Gelände gleichfalls für 50 Schilder. „Jetzt muss niemand mehr an den Counter der Besucherinformation kommen”, berichtet Fischer-Reinbach. Die Gäste hätten nie beschreiben können, wo genau der Verunfallte liege. Jetzt können sich die Gäste besser bemerkbar machen und sich ein Stück sicherer fühlen. Die SOS-Wegkennung werde in den kommenden Jahren erweitert.

Mit den zwei Pilotprojekten kommt der Kreis dem Ideal wieder ein gutes Stück näher, nach einem Unfall in maximal 12 Minuten bei jedem Verletzten zu sein. „Der Nationalpark und vogelsang ip sind besondere Risikobereiche mit extrem vielen Gästen”, sagte Crespin. Jetzt hoffen er und der Allgemeine Vertreter des Landrates, Manfred Poth, dass die Pilotprojekte zahlreiche Nachahmer finden.

Einen Partner für die Finanzierung können sie direkt zur Seite stellen. Rolf Zimmermann, Geschäftsführer des DRK Euskirchen: „Wir haben den Nationalpark unterstützt und werden das gerne auch bei weiteren Projekten leisten.”

Poth: „Es haben sich bereits diverse Kommunen bei uns nach einer ersten Präsentation gemeldet, so dass wir zuversichtlich sind, bald kreisweit die SOS-Wegekennung einzuführen.” Zusätzlich gelte es jetzt, diese Neuerung bei den Bürgerinnen und Bürgern bekannter zu machen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert