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Schmidter Laienspielgruppe: Ein Stück voller Seitenhiebe

Von: ale
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Theaterfreunde kamen beim pfiffigen Stück „Cola, Cash und Kaugummi” im Saal des Schützenhofes auf ihre Kosten. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Leichte Kost für Theaterfreunde zeigte die Theaterabteilung des TuS Schmidt am Samstagabend im Saal des Schützenhofes: „Cola, Cash und Kaugummi” hieß das Stück von Bernd Gombold, dessen Premiere vor ausverkauftem Haus als äußerst gelungen bezeichnet werden darf.

Vera Lennartz, die die Regie übernommen hatte, ist eine gute Wahl geglückt: Das Stück gibt den Schmidter Laienschauspielern eine treffliche Gelegenheit, ihre Talente zu zeigen.

In den Vordergrund gerückt wurde Kurt Deuster, der den Bürgermeister Anton Knackig dominant, restlos von sich überzeugt und rechthaberisch darstellte. Klaus Schönewald, der dessen Vertreter Johann Klemmer mimte, spielte sehr zum Vergnügen der Zuschauer ein bisschen trottelig und obrigkeitshörig. Und dann war da noch Helmut Bergsch, der in der Rolle des faulen, schlitzohrigen Gemeindearbeiters aufging.

Das Bühnenbild wurde beherrscht von einer tollen Aufnahme des Rursees, und in der fiktiven Gaststätte „Rurseestübchen” spielten sich die Szenen ab.

In das Rurseestübchen will die sympathische neue Wirtin Sabine Sauer (Marina Lennartz) frischen Wind bringen - mit einer neuen, amerikanisch angehauchten Speisekarte. Ihre Freunde aus Nideggen (Manuel Lennartz, Marco Lennartz und Manuela Moosmayer) bestärken sie darin und würden am liebsten noch einen „Waveboard-Infopoint” installieren. Als der Bürgermeister davon hört, explodiert er. „Ausgerechnet eine Nideggener Orkantüte oder so ein Windbeutel will uns ein Konzept vorlegen!”

Das Publikum hatte Spaß an den Seitenhieben gegen die ungeliebte Nideggener Bevormundung, die natürlich übertrieben dargestellt wurde. Die turbulenten Szenen mit Kurt Deuster, aber auch mit den tugendhaften Damen des Dorfes bekamen immer wieder Applaus. Die Bürgermeistersgattin (Elfriede Schönewald), die Frau des Stellvertreters (Elisabeth Stockmann), die Sekretärin Rosemarie Knöpfel (Karina Huben) und die Gemeinderätin Gisela (Helga Nideggen) bilden ein herrliches Quartett mit verschrobenen Ideen und verklemmter Einstellung.

Die pfiffigen jungen Leute um das Lokal „Rurseestübchen” lassen sich jedoch nicht entmutigen und hecken einen lustigen Plan aus, mit dem sie den Bürgermeister einwickeln wollen. Dies gelingt: Zu Beginn des dritten Aktes stehen sie alle in Reih und Glied und legen zur amerikanischen Hymne die Hand auf die Brust - und das Kaugummi kauend!

Wie übel die Amis dem Bürgermeister und Möchtegern-Serienhelden mitspielen, das soll hier nicht verraten werden, denn den Aufführungen am nächsten Wochenende wird das Publikum mit Spannung entgegen fiebern.

Das tolle Ensemble bekam herzlichen Applaus für einen amüsanten Abend.
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