Imgenbroich - Schmerzhafter Abschied von neuer Turnhalle

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Schmerzhafter Abschied von neuer Turnhalle

Von: P. St.
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Es dürften zwar noch einige Jahre bis zur Realisierung vergehen, aber als Vision hat die CDU Imgenbroich die Neugestaltung des Ortskernes Imgenbroich rund um die Kirche mit viel Natur schon einmal im Blick.

Imgenbroich. Realistisch betrachtet kann der Bau einer neuen Turnhalle in Imgenbroich als nicht finanzierbares Projekt zu den Akten gelegt werden. Dies wurde auch jüngst bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Imgenbroich deutlich.

Die Stadt Monschau möchte die am Sportplatz dafür viele Jahre reservierten beiden Grundstücke nun verkaufen. Dieses Geschäft könnte rund 150000 Euro einbringen. Dieses und noch viel mehr Geld benötigt die Stadt, um das Projekt mit der absolut höchsten Priorität, die Kernsanierung der Schwimmhalle Monschau, in Angriff nehmen zu können.

Nicht nur von Imgenbroich, sondern von allen Orten im Stadtgebiet, sei vor dem Hintergrund eines 8,5 Millionen Euro-Defizits im Haushalt und der Maßgabe, keine Kredite mehr für investive Maßnahmen aufzunehmen, Solidarität gefordert, betonte Bürgermeisterin Margareta Ritter. Im Zuge der anstehenden Etatberatungen sei aber auch klar geworden, dass man die schwierige finanzielle Situation als Chance begreifen könne.

Die von allen Fraktionen bekundeten gemeinsamen Anstrengungen seien für sie ein positives Signal. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass die beiden in Rede stehenden Grundstücke Auf der Rahm auch zum Verkauf stünden, weil eine Turnhalle hier für die Stadt nicht finanzierbar sei und der FC Imgenbroich zudem keinen Bedarf angemeldet habe.

„Traurig” fand es Ex-Ortsvorsteher Heinz Stollenwerk, dass die Grundstücke verkauft würden. Der Ort und FC Imgenbroich hätten sich schwer damit getan, den Sportplatz aufzugeben, aber daraus könne man nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass kein Interesse einer neuen Turnhalle bestehe. Wenn aber schon die Grundstücke aufgegeben würden, „dann müssen auch die anderen Orte in die Pflicht genommen werden.”

Dies werde auch der Fall sein, kündigte Margareta Ritter an, wobei die Aufstellung des Haushaltsplanes „nicht ortsbezogen” betrachtet werden könne. In Konzen solle das Spielplatz-Grundstück verkauft werden, diese gelte auch für eine Immobilie in Monschau. Ob der Waldtausch in Höfen zur Finanzierung herangezogen werde, sei nicht sicher. Es gebe auch Überlegungen, dass die Jagdpächter über einen Zeitraum von 12 Jahren in Vorleistung bei der der Pacht gehen könnten.

Die Stadt muss zur Schwimmbad-Finanzierung zwei Millionen Euro aufbringen. Während eine Million aus der Investitionspauschale zur Verfügung steht, ist es laut Ritter „unabdingbar”, dass eine weitere Million Euro aus Eigenmitteln gestemmt werden muss. Sechs Angebote für die Sanierung liegen inzwischen vor; die Auftragsvergabe soll nach der Sommerpause erfolgen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Micha Kreitz warb darum, bei der Finanzierungsdebatte „die Ortsgrenzen ein Stück weit hinter sich zu lassen”. Man müsse bedenken, dass Schulen und Schwimmhallen allen zugute kämen.

Zur Diskussion um die neue Konzeption für die Grundschulen (die Schule Imgenbroich verliert ihre Eigenständigkeit und wird Konzen zugeordnet) sagte Ortsvorsteher Bernd Neuß, dass er für Imgenbroich gekämpft habe und zumindest einen Teilerfolg erreicht habe. Margareta Ritter hatte zuvor versichert, dass sowohl der Kindergarten wie auch die Grundschule in ihrem Fortbestand gesichert seien, da Imgenbroich im Gegensatz zu vielen anderen Dörfern noch „ein wachsender Ort” sei.

Neue Schwerpunkte

Bernd Neuß, der ebenfalls eine neue Turnhalle als nicht finanzierbar betrachtete, kündigte an, dass man sich in Imgenbroich nun künftig auf andere Schwerpunkte bei der Ortsentwicklung konzentrieren wolle, und legte ein Konzept bis zum Jahr 2014 vor mit dem Schwerpunkt der Gestaltung einer neuen Dorfmitte rund um die Kirche. Die Bürgermeisterin erinnerte zwar an die derzeitigen Prioritäten ,meinte aber, dass es wichtig und motivierend sei, auch in Zeiten knapper Kassen „Visionen zu entwickeln.”
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