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Schlechtes Wetter hat Auswirkungen auf den Tourismus

Von: Andreas Gabbert
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Dunkle Wolken über dem Venn:
Dunkle Wolken über dem Venn: Für den Tourismus in der Gemeinde Simmerath spielt das Sommerwetter eine große Rolle. In Monschau schaut man entspannter auf das Geschehen. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Die Sommerferien haben am Freitag für die Schulkinder begonnen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für Petrus gekommen, den Schalter umzulegen und der Region endlich einen „richtigen” Sommer zu spendieren. Doch mit dem Aufbau des Planschbeckens sollte man wohl lieber noch etwas warten.

Es könne durchaus wieder ein Juli wie im vergangenen Jahr werden, sagt unser Wetterexperte Andreas Holz. Das schlechte Wetter hat auch Auswirkungen auf den Tourismus. Alles was mit Wassersport zu tun habe, sei im Moment stark eingeschränkt, so Sebastian Lindt von der Rursee-Touristik. Das Wetter sei ein entscheidender Faktor bei der Planung des Urlaubs. „Das kennt man ja selbst.” 20 bis 30 Prozent der Gäste würden ihre Entscheidung, an den Rursee zu kommen, vom Wetter abhängig machen. Viele Hotel- und Gastronomiebetriebe seien abhängig von einer guten Sommersaison. Deshalb hat er die Hoffnung, dass sich jetzt zu Beginn der Ferien noch etwas ändert. „Das ist immens wichtig für uns”, sagt Lindt. Wandergruppen käme das Wetter zwar eher entgegen, davon seien zurzeit einige unterwegs, diese könnten aber das Ausbleiben der Wassersportler nicht auffangen.

Entspannter blickt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter auf das Wetter. Sie ist gleichzeitig auch die Geschäftsführerin der Monschau Touristik. „Monschau ist auch bei instabilem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. Das Wetter spielt hier eine nicht so große Rolle”, sagt Ritter. Allerdings gebe es auch in Monschau viele Veranstaltungen, die unter freiem Himmel stattfinden: zum Beispiel die Monschau-Klassik, die Filmnacht der Filmstiftung NRW auf dem Marktplatz und ein Diner-Picknick auf der Rurbrücke. „Da hofft man natürlich auf gutes Wetter”, sagt Ritter.

Der verregnete Sommer habe aber bislang nicht dazu geführt, dass weniger Touristen in die Altstadt kommen. „Im vergangenen Jahr hatten wir auch keinen richtigen Sommer und waren sehr gut besucht”, erklärt die Bürgermeisterin.

Hoch über der Arktis

Wenig Hoffnung auf Besserung verbreitet Wetterexperte Andreas Holz. Nach dem Wochenende soll es mit den Temperaturen weiter abwärts gehen. „Besonders zur Monatsmitte könnte es kühl werden”, sagt Holz, der dann nur mit knapp 20 Grad rechnet.

Der Grund für die derzeitige Wetterlage ist ein „relativ kräftiges” Hoch über der Arktis, das sich über Grönland bis in den Atlantik erstreckt. „Das ist aktuell sehr stabil, daher laufen die Tiefdruckgebiete daran vorbei und sorgen in Eifel für schlechtes Wetter”, erklärt Holz. Mit einer Besserung der Lage rechnet er eventuell zur Monatsmitte, dann könnte warme Luft aus dem Südwesten zu uns stoßen. „Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber nicht sehr hoch”, sagt der Wetterexperte.
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