Monschau - Sanierung des Vennbades dauert mindestens ein Jahr

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Sanierung des Vennbades dauert mindestens ein Jahr

Von: hes
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Monschau / Schwimmhalle / Vennbad
Seit dem 8. Dezember ist das Vennbad am Monschauer Burgring geschlossen - und nach Stand der Dinge werden sich hier in diesem Jahr auch keine Badegäste mehr tummeln. Die Schwimmhalle muss umfassend saniert werden, wie die Verwaltung nun im Bauausschuss berichtete. Foto: Heiner Schepp

Monschau. „Geschlossen”. Das Hinweisschild an der Eingangstür des Vennbades in Monschau informiert die Besucher nun schon seit mehr als drei Monaten darüber, dass hier kein Schwimmen möglich ist. Und an diesem Umstand wird sich in diesem Jahr auch nichts mehr ändern, wie die Verwaltung am Dienstagabend im Bauausschuss berichtete.

„Es läuft auf eine Kernsanierung hinaus”, sagte die Beigeordnete Margareta Ritter und kündigte genauere Informationen für die nächste Sitzung des Bauausschusses an.

Mehrere Wochen hatten Experten im Auftrag der Stadt Monschau die Halle an der Wilhelm-Jansen-Straße genauestens unter die Lupe genommen, nachdem im Dezember eher zufällig Alarmzeichen zutage getreten waren: Abgeplatzter Putz an einem der 16 Standpfeiler der Halle hatte eine völlig verrostete Metallkonstruktion offen gelegt.

Die Schwimmhalle wurde daraufhin sofort geschlossen, Schulschwimmen und öffentliche Badezeiten sind seither in Monschau Fehlanzeige.

Wie das gutachterliche Ergebnis der Untersuchung nun zeigt, war diese Reaktion richtig, „es läuft auf eine Kernsanierung hinaus”, musste Margareta Ritter dem Bauausschuss berichten.

Derzeit sei die Bauverwaltung dabei, den Finanzierungsbedarf zu bewerten. Fakt sei, dass eine Sanierung diesen Ausmaßes nicht in einer Bauzeit unter einem Jahr zu bewerkstelligen sei, was aus touristischer Sicht, vor allem aber für die Schulstadt Monschau sehr bitter sei.

„Dass derzeit kein Schulschwimmen möglich ist, fällt umso schwerer ins Gewicht, weil ja auch ein Ausweichen auf die Realschul-Turnhalle derzeit nicht möglich ist, da diese ebenfalls wegen baulicher Mängel geschlossen ist.”

Simmerath oder Belgien?

Margareta Ritter sprach von „wenigen Alternativen”, die man in diesem Dilemma habe, in Frage käme die Nutzung der Schwimmhalle Simmerath, die aber terminlich sehr dicht belegt sei. Ausweichen könnte man mit dem Schwimmen natürlich nach Bütgenbach, „aber da reden wir von einer Fahrtzeit von einer Stunde”, ist das Freizeitzentrum in Ostbelgien laut Ritter für die Schulen zu weit weg und sind auch die Schülerfahrtkosten zu hoch.

Von einer „sehr bedauerlichen Sache für die Stadt” sprach Alexander Lenders (CDU), jedoch habe gerade der Vorfall in Köln gezeigt, „dass es richtig war, auf Nummer sicher zu gehen”.

Man könne nur hoffen, dass Monschau bei der Sanierung nicht alleine gelassen werde, „Margareta Ritter weiß ja, wo Fördergelder zu finden sind”, zeigte sich Lenders optimistisch.

Der CDU-Vertreter machte keinen Hehl aus seinem Ärger darüber, dass „in Vogelsang mit öffentlichen Geldern ein Riesenschwimmbad als Prestigeobjekt” gebaut werde, wie Alexander Lenders meinte.

Da sei es weit wichtiger, wenn ein Bad saniert werde, in dem die Schulkinder einer ganzen Region Schwimmunterricht haben und zahllose Touristen und Einheimische ihre Freizeit verbringen könnten.

Der Altstadt-Ortsvorsteher äußerte den Wunsch, „das Schwimmbad an Ort und Stelle zu sanieren statt es möglicherweise an anderer Stelle neu zu bauen. „Monschau braucht ein Schwimmbad”, unterstrich Alexander Lenders.
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