Eicherscheid - Saisonstart bei Eicherscheid soll besser gelingen

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Saisonstart bei Eicherscheid soll besser gelingen

Von: Alfred Mertens
Letzte Aktualisierung:
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Trainer Marco Krass (r., stehend) möchte mit der Eicherscheider Germania eine konstantere Spielzeit im Vergleich zur Vorsaison abliefern. Foto: Alfred Mertens

Eicherscheid. In den meisten Fällen werden die Mannschaften, die nach der Saison den Abstieg nicht verhindern konnten, in der neuen Spielzeit ziemlich hoch gehandelt, wenn es darum geht, umgehend den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. So auch bei der Eicherscheider Germania, die nach dem Abstieg aus der Landesliga schnell im neuen Umfeld der Bezirksliga Fuß fassen wollte.

Dass aus den berechtigten Hoffnungen nichts wurde, lag in der Tatsache begründet, dass die Mannschaft einen klassischen Fehlstart zu Beginn der Spielzeit 2017/2018 hinlegte.

Trainer Marco Krass (30) und sein Bruder und Assistent Lukas (28) mussten mit ansehen, wie das Team in den ersten Partien deftige Schlappen gegen den FV Haaren (2:5), Arminia Eilendorf (2:4), Eintracht Verlautenheide (1:4) und Sparta Gerderath (0:4) hinnehmen musste und schnell ins Hintertreffen geriet. Erst danach und insbesondere in der Rückrunde bewies die Germania, zu welchen Leistungen sie im Stande war. Mit dem 4. Platz in der Abschlusstabelle schloss das Team die Spielzeit 2017/2018 dann doch noch zufriedenstellend ab und stellte in Nico Wilden (28), der in allen 30 Begegnungen zum Einsatz kam und 34 Treffer auf seinem Konto verbuchen konnte, den Torschützenkönig in der Bezirksliga, Staffel 4.

Realistisch schätzt Trainer Marco Krass den Verlauf der vergangenen Spielzeit 2017/2018 ein. „Der Spielplan zu Saisonbeginn bescherte uns einige starke Gegner. Nach schwachem Start mussten wir aufwändige Arbeit verrichten, um den Tabellenkeller wieder verlassen zu können. Gegen Roetgen verzeichneten wir zwar ein Erfolgserlebnis, gingen aber mit gemischten Gefühlen in die Winterpause. Klarheit verschaffte dann die gute Rückrunde, wo wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hatten.“

Die Integration der jungen Spieler sowie verletzungs- und berufsbedingte Ausfälle einiger Akteure und die dadurch unumgängliche Reaktivierung von Spielern hätten das Team vor nicht vorhersehbare Probleme gestellt. „In der Rückrunde schwamm die Mannschaft auf einer Euphoriewelle, so dass zum Schluss der verdiente 4. Platz zu Buche stand. Wir haben uns mit einem guten Gefühl in die Sommerpause verabschiedet“, resümierte Krass, der selbst in 15 Begegnungen die Fußballschuhe schnürte.

Priorität: neue Spieler eingliedern

Für den Trainer gilt in der neuen Saison primär die Devise, junge Spieler in den 22-köpfigen Kader einzubauen. Philip Neuß (FC Imgenbroich), Christian Poschen (Spielgemeinschaft Germania Burgwart Bergstein) und Etienne Krings (A-Junioren des Jugendfördervereins Roetgen/Rott) zählen zu denen, die Schritt für Schritt an das Bezirksliga-Niveau herangeführt werden sollen. „Alle drei Akteure haben das Zeug dazu, man muss ihnen nur eine gewisse Eingewöhnungszeit einräumen. Zu Beginn der Vorbereitung hinterlassen sie jedenfalls einen guten Eindruck“, sagte Krass.

Kevin Jansen, der schon vor der Sportinvalidität stand, konnte durch ärztliche Kunst reaktiviert werden. Stefan Kwasnitza und Nico Rader beenden ihre fußballerischen Laufbahnen und stehen somit nicht mehr im Germania-Kader. Aufgrund beruflicher und privater Gründe stehen Sammy Nordt und Sascha Treitz ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Keeper Luca Stollenwerk verzeichnete nur wenige Einsätze und wechselte wieder zurück zum TuS Schmidt. Marius Hermes wird in der neuen Spielzeit in der Zweiten Mannschaft der Germania zum Einsatz kommen.

Neben Trainer Marco Krass kümmern sich noch die beiden Co-Trainer Lukas Krass und Wolfgang Zimmer, Torwart-Trainer Michael Kreitz, Fußballobmann Dieter Kirch, Betreuer Gerd Siebertz und die Physiotherapeutin Katrin Grefen um die Belange der Mannschaft.

Als Handicap bezeichnete der Coach die Tatsache, dass die Übungseinheiten ab dem 15. Juli durch mehrere Testspiele unterbrochen wurden. Das Team nahm am Jacobs-Automobile-Cup des VfL 08 Vichttal teil und schied nach der Gruppenphase aus. „In der Partie gegen den Landesliga-Aufsteiger Arminia Eilendorf mussten wir eine unglückliche 2:3-Niederlage einstecken. Bei der abschließenden Begegnung gegen den Mittelrheinligisten SV Breinig wurden uns bei der 1:7-Schlappe klar die Grenzen aufgezeigt“, so der Trainer. Beim eigenen Robert-Löhrer-Gedächtnis-Cup musste sich die Germania nach Erfolgen über Hertha Strauch (4:0) und TV Konzen (3:1 nach Elfmeterschießen) im Finale gegen den TuS Lammersdorf überraschend mit 0:2 geschlagen geben.

Das Testspiel auf heimischem Gelände gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Düren wurde für den 12. August (14.30 Uhr) terminiert. In der ersten Runde des Kreispokals steht die Germania am 19. August (15 Uhr) vor der lösbaren Aufgabe beim C-Kreisligisten DJK Nütheim-Schleckheim.

Der Coach, der seine Schützlinge zu drei- bis vierwöchentlichen Trainingseinheiten bittet, legt auch Wert auf die Förderung der Geselligkeit, und so stand auch ein Mannschaftsabend in Düsseldorf auf dem Trainingsprogramm.

Der Spielplan der Bezirksliga, Staffel 4, beschert der Germania nach Ansicht des Trainers „kein einfaches Auftaktprogramm“. Gute Spieler sieht Krass in Reihen der Zweiten Mannschaft des FC Wegberg-Beeck, dem Auftaktgegner an der Bachstraße. „Die Erste spielt in der Mittelrheinliga. Entsprechend bedient sich die Zweite durch Akteure von oben.“ Der nächste Gegner, Landesliga-Absteiger BC Kohlscheid, ist für Krass „ein unbeschriebenes Blatt mit personellen Veränderungen“.

Das anschließende Derby gegen den FC Roetgen bietet genügend Brisanz. „Die SG Union Würm-Lindern spielte aufgrund personeller Probleme eine mäßige Rückrunde, ist aber auf keinen Fall zu unterschätzen. Der FSV Columbia Donnerberg hat sich personell durch Akteure aus Oidtweiler neu aufgestellt. Hier müssen wir den Kampf annehmen und 100 Prozent Engagement zeigen“, sagt Krass und hofft auch bei diesen Gegnern auf die richtige Einstellung.

Marco Krass möchte mit seinem Team zum Abschluss der Spielzeit 2018/2019 im oberen Tabellendrittel landen. „Ich wünsche mir, dass wir eine konstantere Runde als in der Vorsaison spielen und dass die Mannschaft im Verlauf der Saison durch Schichtdienstler und Urlauber personell nicht zu stark gehandicapt wird. Eine Prognose, wer zu den Meisterschaftsfavoriten zählt, ist schwierig. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Die Tagesform wird des Öfteren über Sieg oder Niederlage entscheiden.“

 

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