Sage um Sankt Martin ist schon 1677 Jahre alt

Von: ho
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Aufgeregte Kinder mit leuchten
Aufgeregte Kinder mit leuchtenden Augen gab es auch in Rollesbroich, als sie von St. Martin Brezeln und Geschenke übereicht bekamen. Mit Fackeln und Laternen war vorher ein großer Martinszug durch den Ort gezogen. Foto: Hoffmann

Rollesbroich. Es ist schon lange her, als sich vor 1677 Jahren, anno 334, der Sage nach ein Soldat der römischen Reiterei im französischen Amiens dem Stadttor näherte und dort auf einen unbekleideten Mann traf.

Spontan teilte er mit seinem Schwert seinen wärmenden Umhang (Mantel) und gab eine Hälfte an den Frierenden ab. Der so hilfsbereit handelnde Römer hieß Martinus wurde 316 oder 317 in Ungarn als Sohn eines römischen Tribuns geboren, wuchs später in Oberitalien auf, und nach dem überlieferten Geschehen in Amiens wurde er später als Martin und Bischof von Tours, bzw. St. Martin bekannt. Der wohl bekannteste Heilige der katholischen Kirche, der am 8. November 397 starb, wird auch von orthodoxen, anglikanischen und evangelischen Christen verehrt.

Ihm zu Ehren finden auch in der heutigen schnelllebigen Zeit noch in jedem Jahr die St.-Martins-Umzüge statt, bei denen vor allem die Kinder mit bunten Laternen und Fackeln zum Klang von alt her gebrachten Liedern durch den Ort zum Martinsfeuer ziehen, um danach ihre Brezel, ein süßes Gebäck („Weggemann”) oder andere Leckereien vom „ortsansässigen” St. Martin höchst persönlich in Empfang zu nehmen. Zur Freude der Eltern können auch heut zu Tage noch solche Ereignisse Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Wie in diesen Tagen überall im Monschauer land war dies nun auch in Rollesbroich wieder der Fall, wo St. Martin am Wochenende auch ohne Schnee und Wind mit großer Begleitung durch den Ort zog. Nach einem kurzen Martins-Spiel in der Kirche setzte sich der Martinszug im Licht der Laternen und der Fackeln der Feuerwehrleute in Richtung Dorfplatz in Bewegung. Der Musikverein „Harmonie” und das Trommler- und Pfeiferkorps Rollesbroich begleiteten den Zug musikalisch.

Nachdem auf dem Dorfplatz das lodernde Martinsfeuer bereits für große Kinderaugen gesorgt hatte, zog man weiter zum Nationalparksaal, wo der heilige St. Martin, in dessen Rolle an diesem Abend Klaus Völl geschlüpft war, Brezeln, Süßigkeiten und Präsente für die gebastelten Fackeln an die Kinder übereichte. Unterstützung bei dieser aufregenden Angelegenheit gewährte dabei Guido Lennartz, der die Kinder einzeln nach vorne zum St. Martin rief.

Die Feuerwehr, die auch die Haussammlung organisierte, hatte das Martinsfest in Rollesbroich wieder hervorragend organisiert. Die Brandschützer sind auch in vielen anderen Orten für den Ablauf der Martinsfeiern und vor allem für das sichere Abbrennen des großen Feuers verantwortlich.
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