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Rursee: Weiterhin freie Bahn für Schwimmer und Schifffahrt

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Die touristische Nutzung des Obersees kann wie bisher fortgeführt werden. Die Schwimmer im Naturfreibad Einruhr und die Rurseeschifffahrt haben weiterhin freie Bahn. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Simmerath. Als die Bezirksregierung in Köln im Sommer des vorigen Jahres die sogenannte Gemeingebrauchsverordnung für die Rurtalsperre zunächst einmal nur befristet bis zum 15. März 2016 verlängerte, beschlich Karl-Heinz Hermanns ein ungutes Gefühl, befürchtete er doch, dass die Nutzungsrichtlinien jetzt enger gefasst werden sollten.

Hermanns ist Bürgermeister in Simmerath, und die Gemeinde ist der größte Anrainer der Rurtalsperre. Sie hat ein vorrangiges Interesse daran, dass neben dem Wasserschutz auch der touristische Aspekt bei der Nutzung des Gewässers nicht in Gefahr gerät.

In der Phase der achtmonatigen Fristverlängerung aber wurden offenbar konstruktive Gespräche geführt, die den Bürgermeister nun wieder aufatmen lassen. Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz, der am Mittwoch zum Arbeitsgespräch im Simmerather Rathaus weilte, freute sich Hermanns darüber, dass es nunmehr „klare Signale“ seitens der Landesregierung gebe, dass die bisherige touristische Nutzung der Rurtalsperre „im Großen und Ganzen“ wie bisher auch weiterhin möglich sei.

Nun dürfen also weiterhin Segelboote auf dem Rursee verkehren, auch die Fahrgastschiffe der Rurseeschifffahrt auf dem Rur- und Obersee haben freie Bahn. Die Badestellen am Rursee können weiterhin genutzt werden, und das Naturfreibad Einruhr inklusive Tretbootverleih ist in seinem Bestand nicht gefährdet. Auf dem Obersee wurden strengere Maßstäbe angelegt, da der Stausee auch der Trinkwasserversorgung dient.

„Bei der Abwägung wurden die Interessen der Gemeinde Simmerath berücksichtigt, ohne dass es zu Restriktionen für den Tourismus kommt“, bilanziert Axel Wirtz die Gespräche, und Karl-Heinz Hermanns sieht das für Simmerath gute Ergebnis auch als ein Ergebnis der „konstruktiven Gespräche“ zwischen Landesregierung, Bezirksregierung, Wasserverband Eifel-Rur und Kommune.

Die vor zwei Jahren noch überaus kontrovers diskutierte mögliche Nutzung der Wasserkraft des Rursees spielt übrigens aktuell keine Rolle mehr.

Die Geltungsdauer der neuen Gemeingebrauchsverordnung ist noch nicht bekannt.

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