Rurberg - Rurberg: Teile des Seerandweges drohen abzurutschen

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Rurberg: Teile des Seerandweges drohen abzurutschen

Von: ess
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Risse wie diese in einer Straße können Fachleute beunruhigen. Vor allem dann, wenn diese Straße an einer steilen Böschung liegt, wie der Seerandweg in Rurberg. Auch die Leitplanke neigt sich bereits bedenklich Richtung Rursee.

Rurberg. Der Seerandweg entlang des Rursees müsste auf einer Länge von rund 80 Metern bereits längst abgerutscht sein. Dieses dramatische Szenario wurde am Dienstag im Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath gezeichnet.

Sanierungsplaner Bernd Roder aus Höfen sprach von einer „akuten Bedrohung”, dass Teile der Straße wegbrechen und über die steile Böschung in den Rursee fallen. Deshalb sahen die Ausschussmitglieder denn auch akuten Handlungsbedarf und waren bereit, sich die Stabilisierung der Böschung 260.000 Euro kosten zu lassen.

Die Gemeindeverwaltung schilderte den Zustand der relativ schmalen Anliegerstraße in ihrer Vorlage knapp und nüchtern: „Die teilseitige Böschung des Seerandweges ist gegenüber den Häusern Nr. 15 und 17 abgesackt. Hier hat sich in der Straße ein Plasmariss mit Höhenversatz gebildet. Des Weiteren hat sich von den Häusern 9 bis 13 eine Fugennaht in der Straße geöffnet.”

Ingenieur Bernd Roder sieht es etwas gefährlicher. Bereits 2009 seien die Probleme augenfällig gewesen. Eine eventuelle Sperrung wäre eine Entscheidung, die im Rathaus fallen müsste, weil es sich um eine Gemeindestraße handelt. Allerdings sieht man dort bisher keinen Handlungsbedarf.

Zur Sanierung soll im betroffenen Bereich der Hang von Bewuchs und Erdreich befreit werden. Auf dem felsigen Untergrund werden dann Vorrichtungen angebracht, die die steile und lange Böschung zum Seeufer hin stabilisieren sollen. Dabei setzt Roder auch auf Gambionen, Drahtkästen befüllt mit Natursteinen. Sie sollen nicht nur Stabilität geben, sondern auch optisch noch etwas hermachen.

Am Seerandweg haben der Zahn der Zeit sowie die Einflüsse von Umwelt und Natur genagt. Vor Jahrzehnten war der Straßenbau ein anderer als heute, vor allem die Standards haben sich stark verändert. Das Ergebnis: Diese alten Straßen genügen den heutigen Ansprüchen kaum noch und gehen nach und nach kaputt. Aus diesem Grund, so Roder, sei der Zustand des Seerandweges so bedenklich, auch wenn man nicht befürchten müsse, „dass da jemand runterfällt”.

Alle Fraktion erwarten, dass der Sanierer das Budget einhält, das sei klare Priorität. Allerdings sehen auch alle Fraktionen sofortigen Handlungsbedarf. Jens Wunderlich (CDU). „Wir müssen das machen, sonst ist die Straße irgendwann mal weg.”
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