Rur-Rock-Festival: Das verlangt nach einer Fortsetzung

Von: P. St.
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Bei der Premiere des Rur-Rock-
Bei der Premiere des Rur-Rock-Festivals in der Monschauer Markthalle hatte die Monschauer Formation „Jailbreak” ein Heimspiel. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Das legendäre Woodstock-Festival liegt zwar mehr als 40 Jahre zurück, aber zu Pfingsten 2011 durfte man sich in Monschau ein wenig an das kultigste Rockmusik-Ereignis aller Zeiten erinnert fühlen. Zwei Tage lang wurde die Markthalle zur Rockhalle und lockte insgesamt rund 400 Besucher in die Altstadt.

Acht Stunden lang brachten vier Bands mit Rockmusik vom Feinsten das wenige Wasser in der Rur zum Kochen. „Nächstes Jahr machen wir weiter”, waren sich die die beiden Veranstalter, Wolfgang Käfer vom Café Weekend und Frank Vecqueray vom Lütticher Hof, nach der erfolgreichen Premiere am späten Pfingstsonntag einig.

In der Tat verlangt Rur-Rock nach einer Neuauflage, denn die musikalische Qualität wie auch der gute Besuch bestätigen, dass neben der Klassik auch krachender Rock hier seinen Platz hat.

Die Initiatoren möchten das Festival mit viel Engagement etablieren. Ein Geschäft ist damit wohl nicht zu machen, aber die Absicht ist ja auch eine andere, wie Frank Vecqueray, selbst Gitarrist bei Jailbreak, Monschaus ältester Rockband, betont: „Die Leute sollen gerne zu uns kommen und wissen, dass sie musikalische Qualität erwarten können.”

Für knackigen Rock und Spaß auf der Bühne steht Jailbreak, die in Monschau natürlich ein Heimspiel hatten und die Besucher mit großer Spielfreude einstimmten. Gespannt sein durfte man dann auf die neue Band von Tony Hudspeth sein. Der in Hammer lebende Engländer ist in 35 Bühnenjahren um die ganze Welt getourt und unterstrich auch mit seiner neuen Blues-Rock-Formation seine enorme Virtuosität als Gitarren-Solist. Herausragend auch der nicht minder erfahrene Paul Harriman, dessen intensives Bassspiel und ausdrucksstarker Gesang der Band mit dem verlässlichen Drummer Joe Kirschgen Klasse und Kraft gaben.

Die unsterblichen Songs der Beatles kann man immer wieder hören, und die aus Aachen stammende Band Get Back zeigte am zweiten Tag, wie man die „Fab Four” wieder zu neuem Leben erweckt. Nahe am Original, aber mit eigener Note gab es ein Feuerwerk an Hits, und obwohl die Melodien so eingängig klingen, verlangen Beatles-Songs gesangliche und musikalische Klasse.

Zum Ausklang von Rur-Rock ließ es dann die ebenfalls aus Aachen stammende Coverband X-Perience noch einmal richtig krachen. Das Trio ist auf Jimi Hendrix und Led Zeppelin spezialisiert. Schon nach wenigen Titel wusste man, dass die erfahrenen Musiker kein Problem damit haben, den authentischen Sound und die Magie dieser Rocklegenden auf die Bühne zu bringen. Frontmann Will Pütz ließ mit perfekter Technik seine Gitarre aufheulen, und auch Drummer Hans Momber setzte Akzente als Gesangssolist bei den Led Zeppelin-Nummern.

Begeistert, mit heißen Ohren und reichlich versorgt mit phantastischen musikalischen Erinnerungen an die für viele beste Zeit der Rockmusik dürfen die Besucher sich nun auf die hoffentlich zweite Auflage von Rur-Rock freuen.
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