Monschau - Ruheoase statt hässlicher Brandruine

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Ruheoase statt hässlicher Brandruine

Von: V.M.
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Die neue kleine Ruheoase in de
Die neue kleine Ruheoase in der Laufenstraße in Monschau wird sowohl von Einwohnern als auch von Gästen begrüßt. Am vergangenen Samstag wurde hier ein Einweihungsfest gefeiert. Foto: V. Monterey

Monschau. Sowohl von den Einwohnern Monschaus als auch von den Gästen wird die Fertigstellung des kleinen Platzes an der Laufenstraße begrüßt.

Dort, wo seit vielen Jahren die Brandruine eines alten Fachwerkhauses stand, ein eher unschöner Anblick, ist in der Baulücke ein kleiner Platz mit Bänken und Blumenkübeln hergerichtet worden, der am Samstag mit einer kleinen Grillparty eröffnet wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung mit verschiedenen kulinarischen Angeboten und Musik fand ein Spendenaufruf zur Renovierung der Fassade des benachbarten Hauses statt, die noch aussteht.

Seit dem Brand im Jahre 2005 gab es verschiedenen Ideen, so zum Beispiel für ein Hotel, die aber „baurechtlich nicht zulässig waren”, so Bürgermeisterin Margareta Ritter. So ließ der nachfolgende Besitzer die Ruine unverrichteter Dinge stehen, bis im Jahre 2010 bekannt wurde, dass diese verkauft werden solle.

80 Quadratmeter Ruheoase

Die Monschauer Stadtentwicklungsgesellschaft konnte so den Grund und Boden einschließlich der Last günstig - für 10.000 Euro - erwerben. Insgesamt 10.000 Euro wurden in den Abriss investiert, rund 8500 Euro in den Bau der neuen rund 80 Quadratmeter großen „Ruheoase”, in das Furnieren und Verfüllen, in das Pflaster, Geländer, in zwei Bänke und drei Blumenkübel, letzteres alles Arbeiten des Bauhofes.

Das schöne Muster habe man „hervorragend gemacht”, lobte Ortsvorsteher Georg Kaulen die Arbeit des Bauhofes. Die Brüstung wurde mit Absicht hinter die niedrige Mauer gesetzt und erhöht, so dass man freien Blick auf den alten, noch schön erhaltenen Treppenabgang und den Fluss hat.

Für die Instandsetzung der schwer beschädigten linken Hauswand, die jeweils zur Hälfte beiden Parteien gehört, fehle aber das Geld, abermals rund 10.000 Euro. So hofft man mit dem Erlös der Grillparty und des Spendenerlöses die Kosten für eine Notsicherung, die ungefähr 3500 Euro kosten wird, decken zu können.

Diese würde dann neu gefüllt und mit Asphalt geschlossen werden und anschließend die für Monschau typische graue Holzverschalung erhalten. „Ein Unternehmer in Monschau spendet schon 1000 Euro”, verriet Ritter. Und die Spendenbox blieb im Laufe des Nachmittags nicht leer.

Trotz der kühlen Witterung verweilten viele Monschauer Gäste und Passanten auf dem Platz, gönnten sich einen Snack, Grillwürstchen, gespendete hausgemachte Salate oder leckere Waffeln und lauschten zwölf engagierten Musikern der Musikvereinigung Montjoie unter der Leitung von Jeff Krings. Darunter auch der kleine achtjährige Florian Dick mit dem großen Becken und sein elfjähriger Bruder Benjamin.

Mit viel Engagement wurden die Gäste von den benachbarten Geschäftsinhabern und deren Mitarbeitern bewirtet, von der Fleischerei Jansen, dem neuen Altstadtmarkt Brinkmann und dem Frisierstübchen Er Loof.

„Wenn man über fünf Jahre auf eine Brandruine guckt, ist man froh, wenn das zu Ende ist”, bestätigte Wilma Grefen, Mitarbeiterin der gegenüberliegenden Fleischerei die erfolgreiche Baumaßnahme.

Name gesucht

Gesprächsthema Nummer eins unter den Gästen war die Benennung des kleinen Platzes, falls dieser tatsächlich benannt werden sollte. Viele Gäste äußerten den Wunsch diesen nach der ehemaligen Besitzerin des kleinen Kramladens zu benennen: Resi-Schuhmacher-Platz.

Der formelle Antrag müsse aber „über die Politik gehen”, erklärte Kaulen nach einer kleinen Ansprache. Er würde dann die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung aufnehmen und diese würden dann im Stadtrat entschieden werden.
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