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Rückkehr aus dem Katastrophengebiet

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Vom Hochwassereinsatz im Osten zurück: Die Simmerather THW-Helfer (Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen) leisteten in Aken an der Elbe unter Leitung von Christian Ruf (re.) Schwerstarbeit. Für die problemlose Freistellung der Helfer durch ihre Arbeitgeber dankte der Ortsbeauftragte des THW, Sven Kämmerling (3.v.re.), nochmals besonders. Foto: Hoffmann

Simmerath/Lammersdorf. Die 13 THW-Helfer aus Simmerath, die am 9. Juni in die Hochwassergebiete in Ostdeutschland aufbrachen, sind am letzten Sonntag wieder am Lammersdorfer THW-Stützpunkt eingetroffen. Im Einsatz war die Truppe aus der Eifel zusammen mit weiteren 72 THW-Kräften in der 8000-Einwohner großen Stadt Aken, die am Südufer der mittleren Elbe bei Dessau in der Nähe der Saale-Einmündung liegt. Christian Ruf, der an diesem Einsatzabschnitt die Leitung hatte, sprach bei der Rückkehr des einwöchigen Katastropheneinsatzes von 24-Stunden-Tagen, an denen man nachts auch schon einmal zu vier Stunden Schlaf finden konnte.

Ein Knochenjob also, in den das Team dort eingebunden war. „Als wir dort ankamen“, berichtet Ruf, „war der gesamte Ort bereits evakuiert. Wir haben unser Quartier dann an der höchsten Stelle des Ortes, dem Hafen, aufgeschlagen und dort in Zelten und Seecontainern geschlafen“. Bei der Anfahrt in das Katastrophengebiet waren dem Simmerather Zugtrupp in Heiligenhaus weitere Einheiten unterstellt worden.

Mit 15 Fahrzeugen und 65 Helfern war es dann zunächst zum Einsatzort Elster gegangen, von wo aus man dann am nächsten Tag aufgrund der Einsatzlage weiter nach Aken fuhr. Dort bestand das hauptsächliche Problem in einem überlasteten Entwässerungsgraben. Zwei Tage pumpten die Simmerather hier bis an die Leistungsgrenze, was ihre Geräte hergaben. Dies geschah mit zwei Großpumpen, die jeweils 5000 Liter pro Minute fördern können. Diese Maßnahme musste allerdings abgebrochen werden, da ein Deichbruch an der Saale Stadt und Helfer bedrohte.

Abwasserkanal entlastet

Als dadurch am nächsten Tag viele Straßen überflutet waren, bestand die Aufgabe der THW-Helfer darin, die Straßen wieder trocken zu legen. Als die Bewohner wieder in die Stadt zurückkehren durften, wurde der Abwasserkanal durch zwei Großpumpen entlastet, da ein Pumpwerk noch nicht in Betrieb genommen werden konnte. In einem Kraftakt gelang es schließlich das Pumpwerk trocken zu legen, damit die Techniker dort ihre Arbeit aufnehmen konnten. Da diese Aufgabe am letzten Sonntag an eine örtliche Fachgruppe abgetreten werden konnte, machte sich das THW-Team aus der Eifel zur Heimreise bereit. Wie Christian Ruf und der THW-Ortsbeauftragte, Sven Kämmerling, mitteilten, waren die Einwohner der Stadt Aken für die geleistete Hilfe aus der Eifel äußerst dankbar.

„Ein großer Dank geht vom THW aus natürlich auch an alle Arbeitgeber, die durch die problemlose Freistellung unserer dreizehn THW-Helfer auch einen Beitrag zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe geleistet haben“, will Sven Kämmerling zum Schluss auf jeden Fall festgehalten wissen. Folgende Helfer waren an dem Einsatz beteiligt: Dennis Angermüller, Robin Bayer, Matthias Fenske, Sven Kämmerling, Günther Kowalewsky, Patrick Müller, Rene Rau, Christian Ruf, Michael Schmiddem, Robert Steins, Kevin Titz, Edwin Wagemann und MauriceWillms.

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