Rott entführt noch einen Zähler aus Erftstadt

Von: Kurt Kaiser
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Nach dem Sieg im Kreispokal werden die Aufgaben in der FVM-Pokalrunde nicht einfacher für den Rotter Trainer Mirko Braun und seinem Co-und Torwarttrainer Stephan Straub. Die Torwarthandschuhe hat der Exprofi immer noch dabei. Foto: Kurt Kaiser

Rott. „Ich habe in der Pause etwas gepoltert“, gab Trainer Mirko Braun zu, dass er am vergangenen Spieltag nach der schwachen Darbietung seines Teams in Halbzeit eins in seiner Halbzeitansprache etwas lauter geworden war.

Die Trainerschelte zeigte aber umgehend Wirkung, denn am Ende entführte der SV Rott nach einem 0:2 Pausenrückstand durch das 3:3 noch einen Zähler bei Germania Erftstadt-Lechenich. Wobei das Ergebnis den Coach nicht ganz versöhnlich stimmte. „In der zweiten Halbzeit haben wir auf totale Offensive gesetzt, alles investiert und ein gutes Spiel abgeliefert. Aber wenn man auswärts drei Tore erzielt, muss man eigentlich gewinnen.“

Am Sonntag steht für die Rotter die erste Pokalrunde auf Mittelrheinebene gegen den Tabellenführer der Mittelrheinliga, SV Siegburg 04, auf dem Plan. Der „Milchmädchenrechnung“, dass der SV Rott 2:0 gewinnt, weil er im Endspiel um den Kreispokal den VfL Vichttal 1:0 besiegt hat, die Vichttaler aber die Siegburger in der Meisterschaft mit 1:0 geschlagen haben, traut der Rotter Trainer nicht.

Er kennt auch die Sprüche, „dass im Fußball alles möglich ist und der Pokal seine eigenen Gesetze hat“, aber er ist Realist genug und weiß, dass die Rot-Weißen nur als krasser Außenseiter in die Pokalbegegnung gehen.

Krasser Außenseiter

„Wir spielen gegen eine Mannschaft die in der Champions League der Amateure spielt, gegen die wir nichts zu verlieren haben und freuen uns auf dieses Spiel. Wir werden uns etwas einfallen lassen, um uns gut aus der Affäre zu ziehen“, so der Coach, der ähnlich wie im Endspiel um den Aachener Kreispokal auch am Sonntag seiner Mannschaft eine defensive Ausrichtung verpassen wird.

Die Siegburger sind zwar nicht als Meisterschaftsfavorit in die Saison gestartet, verkaufen sich in der aber bisher ganz hervorragend. Mit dem Topfavoriten TV Herkenrath teilten sie sich die Punkte, beim VfL Vichttal gab es die einzige Saisonniederlage. Dass der Mittelrheinligist aber auch verwundbar ist, zeigte sich im Pokalendspiel des Fußballkreises Sieg, in dem die Siegburger gegen den Bezirksligisten SV Bergheim eine 1:2 Niederlage kassierten.

Dabei machte der Außenseiter aus dem Troisdorfer Stadtteil sogar noch einen 0:1-Rückstand wett. Das Ergebnis aus dem Endspiel im Fußballkreis Sieg sollte den Rot-Weißen Mut machen, die gerade vor heimischer Kulisse immer für eine Überraschung gut sind und auch ins Pokalspiel nicht chancenlos gehen. Aus personeller Sicht steht der treffsicherste Rotter Angreifer, Avdo Iljazovic, nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung.

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