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Rotes Kreuz: Verbandsverschmelzung ist Hauptthema

Von: M. S.
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Ein Hingucker: der Rettungshubschrauber „Christoph Europa I” ist gelandet. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Noch in diesem Jahr, möglichst rückwirkend zum 1. Januar, sollen die DRK-Kreisverbände Aachen-Stadt und - Land zu einer organischen Einheit verschmelzen. Freilich sind bis zur Erreichung dieses Ziels noch zahlreiche juristische wie psychologisch-emotionale Hürden in Reihen der beteiligten Parteien und betroffenen Funktionsträger zu meistern.

Unter dem neuen Namen „DRK-Kreisverband Städteregion Aachen” könnte der zu gründende Verein - von einer „Fusion” sprechen die Verantwortlichen der Vereinigung bewusst nicht - künftig firmieren.

Ein ausführlicher Sachstandsbericht samt Aussprache zu geplantem Zusammenschluss war das dominierende Thema auf der Hauptversammlung des Rotkreuz-Ortsvereins Monschau. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Ehrungen verdienter Rotkreuz-Aktiver aus der Nordeifel vorbehalten. Vorsitzender Helmut Etschenberg zeigte sich bei Versammlungseröffnung „angenehm überrascht, in unserer Runde viele jugendliche Stürmer wie auch gestandene Mitglieder zu erblicken”.

Dr. Christiane Staudte, Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, und Kreisgeschäftsführer Peter Timmermanns erklärten, zur Realisierung der gewollten Vereinigung seien mit Stadt - und Landvertretern besetzte Arbeitsgruppen gebildet worden, eine unabhängige Lenkungsgruppe sei am Werk. Viel Arbeit wartet auf die Kommissionen, denn ungleich sind die Kräfte beider Kooperationspartner gewichtet. So besitzt der Kreisverband ein stattliches Haushaltsvolumen von 15 Millionen Euro, das des Stadtverbandes beträgt fünf Millionen.

Bei Abwägung aller Chancen und Risiken, stellte Dr. Staudte fest, kämen die Experten zu dem klaren Ergebnis, ein Zusammengehen beider Verbände biete klare Vorzüge: „Der Nutzen zur Weiterentwicklung und positiven Gestaltung überwiegt deutlich! Denn der wirtschaftlich wesentlich schwächere Stadtverband ginge allein einer schweren Zukunft entgegen. Nur mit unumgänglichem Zusammenrücken, partnerschaftlich entworfenen Ideen und Strategien lässt sich diese Zukunft meistern.”

Die von der Kreisverbandsvorsitzenden im folgenden präsentierten Zahlen und Fakten untermauern ihre These deutlich. Demnach hat der DRK-Stadtbereich derzeit 5000 Fördermitglieder, der Landbezirk nahezu glatt doppelt so viele. In der Kaiserstadt leben 250 ehrenamtlich aktive Rotkreuzler, im ehemaligen Kreisgebiet 800. Kreisgeschäftsführer Timmermanns teilte mit, nach erfolgreicher Zusammenfügung werde die Zahl hauptamtlich tätiger DRK-Kräfte von jetzt 350 auf dann 400 steigen. „Wir sind stolz darauf, bis jetzt jede organisatorische wie personelle Umstrukturierung ohne jede betriebsbedingte Kündigung vollzogen zu haben.”

65 aktive Helfer

Einsatzleiter Diethard Matheis verwies auf 53 im Vorjahr geleistete Bereitschaften seiner Kameraden. Momentan seien 65 aktive Helfer verfügbar, 40 von ihnen in Einsatzeinheiten organisiert. Sie hätten in über 50 Veranstaltungen Betreuungsarbeit geleistet. 20 Helfer befinden sich jetzt in Ausbildung. 75 Kurse wurden im Berichtsjahr 2009 angeboten und von 747 Teilnehmern besucht, Tendenz steigend. Das Jugendrotkreuz unterhält zwei Gruppen.

. Blutspendenkoordinatorin Lucie Kell meldete 2118 im Vorjahr gesammelte Blutspendenkonserven. Sie wurden während insgesamt 40 Terminen in elf Nordeifelorten erzielt. Gegenüber 2008 bedeutete das gewonnene Plasmavolumen ein Minus von 191 Einzelspenden; erfreulich allerdings 102 angeworbene Erstspender.

Einen Höhepunkt der Versammlung bildete zu guter Letzt die Ehrung treuer Mitglieder. Für sie gab es Urkunden und Ehrennadeln. Seit fünf Jahren sind Sabine Greuel, Annemarie Matheis, Johannes Meurer, Anne Peters, Markus Scheeren, Stephan Völl und Marc Winslow Rotkreuzler. Zehn Jahre fördern Michael Schöne und Leander Thormann die gute Sache, seit 15 Jahren Thekla Jansen. Auf 30 Jahre Zugehörigkeit verweisen Inge Heinen, Andreas Hermanns, Christoph Jansen, Diethard Matheis, Hans-Rolf Mertens, Inge Siebertz. 35 Jahre tragen Hans Georg Jansen und Achim Görke das DRK-Abzeichen, 45 Jahre ist Therese Thoma dabei, und das Trio der Goldjubilare bilden Paul Wollgarten, Hedwig Witulla und Benno Kirch.
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