Rollesbroich - Rollesbroich: Krise im Dorfladen sorgt für Differenzen

Rollesbroich: Krise im Dorfladen sorgt für Differenzen

Von: P. St.
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Rollesbroich. Die wirtschaftliche Krise des Dorfladens in Rollesbroich hat auch zu Differenzen zwischen dem Aufsichtsrat um der Konsumgenossenschaft Eicherscheid eG geführt. Die Genossenschaft betreut neben Eicherscheid auch die Läden in Rott und Rollesbroich.

Der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Hermann Gostek, hatte davon gesprochen, dass sich als Folge der anhaltenden Verluste eine Schließung des Ladens in Rollesbroich wohl nicht mehr vermeiden lasse. Gostek vermisste zudem Aktivitäten in Rollesbroich zum Erhalt des Ladens (wir berichteten).

Über diese Äußerungen zeigt sich nun Marc Topp „enttäuscht und verärgert“. Der Rollesbroicher Ortsvorsteher hatte bereits in der vorigen Woche seinen Posten im Aufsichtsrat niedergelegt und die mangelnde Informationspolitik der Genossenschaft als Grund dafür genannt.

Im letzten Jahr habe eine Bürgerversammlung stattgefunden. „Hier wurden einige gute Ideen entwickelt und vorgeschlagen“, hält Marc Topp entgegen. Das Potenzial der guten Lage des Ladens an der Ortsdurchfahrt werde nach Auffassung des Arbeitskreises Dorfladen nicht ausreichend ausgeschöpft. Es fehle an entsprechender Werbung für den Durchgangsverkehr aber auch im Ort selbst. Vorschläge des Arbeitskreises in dieser Richtung seien nicht umgesetzt worden.

Topp fragt sich zudem, warum er als Aufsichtsratsmitglied über die Kündigung des Mietvertrages für den Laden zunächst von dritter Seite informiert worden sei. Erst danach sei die Besitzerin des Geschäftes in Rollesbroich unterrichtet worden, und wiederum einen Tag später hätten die Aufsichtsratsmitglieder per Mail die Info zur Kündigung erhalten.

Man komme sich „verschaukelt“ vor, wenn die Kündigung des Mietvertrages bereits seit über zwei Wochen wirksam sei und sich jetzt die Konsumgenossenschaft noch mit der Zukunft des Rollesbroicher Ladens beschäftigen wolle. „Das hat nichts mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zu tun!“, schimpft Marc Topp .

Auch dem Personalproblem im Rollesbroicher Laden sei man nicht wirksam begegnet, stattdessen seien die Öffnungszeiten verringert worden.

Marc Topp sagt weiterhin, dass er nicht das erste Aufsichtsratsmitglied sei, das zurückgetreten sei. Der Mitstreiter aus Rott sei vor einigen Wochen ebenfalls zurückgetreten.

Der Ortsvorsteher verkennt aber auch nicht, dass er sich von der Rollesbroicher Bevölkerung eine stärkere Frequentierung des Ladens gewünscht hätte, „aber es ist leider nicht so“. Daher müsse man auch Realist sein, insbesondere, wenn man als Aufsichtsrat eine hohe Verantwortung trage und finanziellen Schaden abwenden müsse.

Es habe sich jetzt eine gute Hand voll Bürgerinnen und Bürger in Rollesbroich gefunden, die neue Wege einschlagen wollten, um den Fortbestandes des Dorfladens zu sichern.

Ratschläge von Hermann Gostek, „zunächst vor der eigenen Haustür kehren“, brauche er daher nicht, hält Marc Topp abschließend fest. .

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