Roetgens Feuerwehr zieht Bilanz: Jeden vierten Tag ein Alarm

Von: Günther Sander
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Schnelle Hilfe und gute Zusammenarbeit (wie hier mit dem THW beim Hochwassereinsatz im Sommer) sind wesentliche Vorzüge der Roetgener Feuerwehr, die jetzt eine Bilanz ihrer Arbeit zog. Foto: Feuerwehr

Roetgen. Über Rückblick und aktuelle Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Roetgen informierten Leiter Joachim Wynands und sein Stellvertreter Joachim Grefen den Gemeinderat ausführlich. Am Ende gab es Lob und Dank von allen Fraktionen.

Joachim Wynands und Joachim Grefen berichteten in ihrer Präsentation über Aktuelles aus der Feuerwehr in der Städteregion, befassten sich mit dem Brandschutzbedarfsplan (wird alle fünf Jahre überarbeitet), dem Stand der Beschaffung sowie mit Einsätzen, Mitgliederstand und Ausbildung.

100 Einsätze einkalkuliert

Über Mangel an Einsätzen können sich Roetgens „Floriansjünger“ nicht beklagen. Waren es 2011 ganze 71, kamen 2012 bereits 75, 2013 schon 78 Einsätze zum Tragen und im Jahre 2013 (Stand 30. September 2014) mussten 83 Einsätze von der Wehr absolviert werden. Man könne pro Jahr 100 Einsätze einkalkulieren, so Wynands, er hatte jeden vierten Tag eine Alarmierung errechnet, zur Tages- und Nachtzeit, an Wochenenden und Feiertagen. Das seien erhebliche Belastungen für die Wehrmänner und -frauen sowie deren Familien, fügte der Wehrleiter hinzu.

Mehr Unwettereinsätze

2013 ergaben sich 11.806 Gesamtstunden (eine Steigerung um 195 Stunden), Grefen und Wynands kamen in ihrer Berechnung auf 162 Stunden pro Aktiven. Das entspreche etwa vier Arbeitswochen im Berufsleben. Bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro kämen 100.310 Euro zusammen. „Diese Ausgaben bleiben der Gemeinde Roetgen durch unsere Einsätze erspart“, gab Wynands zu verstehen.

In diesem Jahr habe sich gezeigt, dass mehr Unwettereinsätze erforderlich wurden (Stichwort Wasser), dafür erfreulich ein Rückgang bei den Brandeinsätzen. Dennoch müsse man von einem großen Spektrum sprechen, das die Mitglieder der Wehr zu bewältigen haben. Alle Einsätze würden von den Wehrmännern und -frauen ein hohes Potential an Können und Wissen fordern, um erfolgreich sein zu können. Dank eines hohen Ausbildungsstandes sei es gelungen, in der Erfolgsspur zu bleiben.

Nicht unerwähnt ließen die beiden Redner, dass zahlreiche Aktivitäten von Rat, Verwaltung, Sponsoren und Wehrmitgliedern in den letzten Jahren eine Unterstützung erfahren hätten. Das habe dazu geführt, dass neue Mitglieder, so in Rott und bei der Jugendwehr, hinzu gestoßen seien. Derzeit verfüge man über 73 Aktive und 19 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr. Trotzdem müsse die Verfügbarkeit als angespannt gesehen werden.

Beim Ausbildungsstand 2013 hatte Wynands 5245 Stunden errechnet, das entspreche der Hälfte der aufgewendeten Arbeitsstunden. Rat und Verwaltung zollte er Dank für die schnelle und reibungslose Bearbeitung einer Investition, da eine wirtschaftliche Reparatur nicht mehr zielführend gewesen sei.

Bürgermeister Manfred Eis (SPD) bedankte sich für die aktuellen Erkenntnisse und die positive Bilanz. Michael Seidel (CDU) bescheinigte der Wehr gute Arbeit. Die Motivation sei hoch, der Job werde gut erledigt. Diesen Lobesworten konnten sich Klaus Onasch (SPD), Silvia Bourceau (UWG) und Franz-Josef Zwingmann (FDP) nur anschließen. Gerd Pagnia (Grüne) sagte, vor diesen Leistungen müsse man den Hut ziehen.

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