Roetgens Christen: Feiernd Barrieren überwinden

Von: heg
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Modenschau beim Pfarrfest: In
Modenschau beim Pfarrfest: In Roetgen stellte sich auch der Alternativladen in den Dienst der guten Sache und wies gleichzeitig auf sein eigenes Anliegen hin. Für die kleinen und großen Models, die Mode aus den Beständen des Geschäfts vorstellten, gab es viel Beifall. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Alle zwei Jahre - im Wechsel mit dem Schulfest - wird in Roetgen ein Ökumenisches Pfarrfest gefeiert. Für die Christen beider Konfessionen und die ganze Bevölkerung ist dies ein Tag der Begegnung und Besinnung ebenso wie des gemeinsamen Feierns und Fröhlichseins.

Der Auftakt des Pfarrfestes wurde am Samstagabend mit einem Impuls-Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Huberts gefeiert. Der Wunsch, trotz aller Barrieren als Christen zusammenzurücken, wurde hier mit Texten und Musik thematisiert. Das Motto „Glauben macht froh” stand auch über dem Ökumenischen Gottesdienst, der am Sonntag unter Mitwirkung des katholischen Kirchenchores Roetgen-Rott, des Cantus Oecumenicus und der Kinderkirche gefeiert wurde.

Während es am Samstag die Ü30-Generation bis in den frühen Morgen kräftig rocken ließ, stand der Sonntag ganz im Zeichen aller Generationen. „Bei diesem Wetter ist das hier ein tolles Ambiente”, freute sich Brigitte Palm vom Pfarrgemeinderat über die vielen Besucher, die sich während des ganzen Tages auf dem Platz zwischen Kirche und Pfarrheim ein Stelldichein gaben und sich dabei auch von dem reichhaltigen kulinarischen Angebot verwöhnen ließen. Abwechslungsreich war neben dem kulinarischen Angebot auch die musikalische Unterhaltung.

Zunächst gab die Flötengruppe der Grundschule Kostproben ihres Könnens, mit Platzkonzerten erfreuten zum Frühschoppen der Musikverein Rott, am Nachmittag der Spielmannszug und zum Abschluss die Musikvereinigung Roetgen, bevor im Roetgener Rathaus mit dem Kindermusical „Toms Traum” der musikalische Reigen endete.

Spiel und Spaß gab es für jedes Alter, von der Hüpfburg bis zum Playstation-Autorennen. Aber bei den Jüngsten standen auch Klassiker wie Dosenwerfen oder lustige Staffelläufe hoch im Kurs. Da hatten sich Ortsvereine, Kindergärten und andere Institutionen vieles einfallen lassen. „Wir sind sehr dankbar, dass so viele mitgemacht haben”, betonte Brigitte Palm.

Im Pfarrheim hatten - neben der Cafeteria - der Eine-Welt-Laden und die Pfarrbücherei für einen Sonderverkauf geöffnet, der Heimat- und Geschichtsverein hatte einen Info-Stand aufgebaut und hier wurde auch der rote Teppich ausgerollt für die „Models” aus dem Alternativladen.

Witzig, aber doch mit ernstem Hintergrund präsentierten Groß und Klein, dass die im Geschäft an der Bundesstraße für kleines Geld angebotene Secondhand-Mode vom Kinderpullover bis hin zum Brautkleid schick und tragbar ist. Natürlich waren alle Modelle auch vor Ort zu erwerben und die Einnahmen waren diesmal nicht für die gemeinnützigen Projekte des Alternativladens bestimmt, sondern kamen in die große Pfarrfest-Kasse.

Der gesamte Erlös, so hatten es die evangelische und katholische Kirchengemeinde beschlossen, soll der geplanten Gedenkstätte für nicht bestattungspflichtige Kinder auf dem katholischen Friedhof zugute kommen.
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