Roetgen - Roetgener „Panzerknacker” sind noch nicht gefasst

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Roetgener „Panzerknacker” sind noch nicht gefasst

Von: Ernst Schneiders
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Bis Dienstag noch war die Sparkassenfiliale an der Bundesstraße in Roetgen nach der nächtlichen Sprengstoff-Attacke geschlossen. Ab Mittwoch soll alles wieder seinen normalen Gang gehen. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Die „Panzerknacker” von Roetgen, die binnen zehn Tagen die Geldautomaten der beiden Sparkassen-Filialen an der Haupt- und an der Bundesstraße gesprengt hatten, sind immer noch flüchtig. In Euskirchen hatte die Polizei Ende vergangenen Woche vier verdächtige Männer aus den Verkehr gezogen.

Die Ordnungshüter hatten den begründeten Verdacht, das Quartett habe es auf eine Bank abgesehen. „Nach bisherigen Erkenntnissen eher nicht”, antwortete Polizeisprecher Michael Houba auf die Frage, ob die vier Festgenommenen von Euskirchen mit den Bankräubern von Roetgen identisch seien.

Wie die Kreispolizeibehörde Euskirchen inzwischen mitteilte, wurden die Vier nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Jetzt werde ermittelt mit dem Ziel, den Tatverdächtigen nachzuweisen, dass sie einen Geldautomaten knacken wollten. „Durch die schnellen und hartnäckigen Personenüberprüfungen der Polizeistreifen wurde die Tatausführung offensichtlich vereitelt”, lauten die lobenden Worte im Polizeibericht dazu.

Alltag kehrt ein

Derweil kehrt in den beiden Sparkassen-Filialen in Roetgen allmählich wieder der Alltag ein. In der Geschäftsstelle an der Bundesstraße, die nach der Tat bis auf weiteres geschlossen war, konnte der Kunde bereits am Dienstagnachmittag wieder Bares am Automaten ordern. Walter Franzen, Pressesprecher der Sparkasse, sagte zu, dass spätestens ab Mittwochmorgen die Versorgung der Kundschaft an der Bundesstraße wieder normal funktioniere und der Geldautomat Tag und Nacht zur Verfügung stehe.

Etwas dauern wird es laut Franzen allerdings noch, bis alle Schäden an der Hauptstraße behoben sind. Dessen ungeachtet stehe auch dort wieder ein Geldautomat in der Kundenhalle während der Schalterstunden zur Verfügung.

Die Mitarbeiter hätten weitgehend unbeschadet die nächtlichen Attacken überstanden. „Es herrschte natürlich Betroffenheit”, so Franzen, „aber weil die Kolleginnen und Kollegen nicht unmittelbar, wie bei einem Überfall während der Kassenstunden, involviert waren, gab es auch keine Wünsche beispielsweise nach psychologischer Betreuung oder anderweitiger Hilfestellung.” Es gebe ohnehin das offene Angebot der Sparkasse an alle Mitarbeiter, sich in einen namhaften Institut psychologischen Beistand holen zu dürfen.

Dass es sich in Roetgen bei weitem nicht um Einzelfälle handelt, hat vor etwa vier Wochen das ARD-Magazin „Plusminus” berichtet.

Demnach handelt es sich bei dem Täterkreis um „hemmungslose kriminelle Banden”, die in ihrer Gier nach Geld zunehmend ohne Skrupel vorgehen und bei ihren Sprengungen in Wohngebieten in Kauf nehmen, dass andere Menschen schwer zu Schaden kommen.
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