Roetgener müssen für Abwasser mehr zahlen

Von: ag
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Roetgen. Die Gemeinde Roetgen will im kommenden Jahr die Kanalbenutzungsgebühr erhöhen. Statt bisher 3,84 Euro werden nun 3,94 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser fällig.

Die Gebühr für das Niederschlagswasser wird von 1,07 auf 1,10 pro Quadratmeter „abflusswirksamer Grundstücksfläche“angehoben.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte diesen Beschluss mit vier Zustimmungen, zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen an den Betriebsausschuss empfohlen. Man hätte also davon ausgehen können, dass bereits alles gesagt sei, doch dem war nicht so.

Auf der jüngsten Sitzung des Betriebsausschuss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in deren Verlauf insbesondere Peter Schneider (CDU) seinen Ärger lautstark zum Ausdruck brachte. Während Frank Knur (SPD) die Erhöhung als moderat bezeichnete und angesichts klammer Kassen auch als ein Zeichen an die Kommunalaufsicht deutete, forderte Schneider angesichts der „riesigen Liquidität“ des Abwasserwerkes, bei den alten Gebührensätzen zu bleiben.

Das Stammkapital des Abwasserwerks lag im Jahr 2012 bei 1.000.000,00 Euro, die allgemeine Rücklage bei 2.495.998,37 insgesamt verfügte das Werk über 5.059.438,22 Euro. Günther Severain (UWG) begründete seine ablehnende Haltung damit, dass die Rechnung der Verwaltung nicht nachvollziehbar sei und Gewinne nicht an die Gebührenzahler zurückgegeben würden.

Christa Heners (Grüne) hielt die Ausführungen der Verwaltung hingegen für nachvollziehbar und signalisierte die Zustimmung der Grünen. Auch Dr. Georg Dittmer (FDP) sah die Erhöhung als Zeichen, um sich aus der prekären Finanzsituation „rauszukämpfen“.

Immer wieder ergriff Schneider das Wort, um sich zu echauffieren und schließlich völlig verärgert mit den Worten zu enden: „Wir schwimmen im Geld des Bürgers, und ich muss meiner Frau das Duschen verbieten.“

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