Roetgen - Roetgen legt die Hundesteuer neu fest

Roetgen legt die Hundesteuer neu fest

Von: avl
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Das Leben mit dem besten Freun
Das Leben mit dem besten Freund des Menschen wird zukünftig teurer. Mit nur einer Gegenstimme verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde die Gebührenanhebung für Hundehalter.

Roetgen. Auch in Roetgen wird das Leben mit dem besten Freund des Menschen teurer. Mit nur einer Gegenstimme verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde die Gebührenanhebung für Hundehalter.

Musste bislang für einen Hund noch 72 Euro erhoben, so kostet Bello seinem Herrchen nun 84 Euro im Jahr. „Wie alle anderen Kommunen, kommen auch wir nicht daran vorbei, die Hundesteuer als eine Maßnahme des Konsolidierungsprogramms anzupassen”, so Bürgermeister Manfred Eis.

Summa summarum könnte das für Roetgen jährlich zwischen 8000 und 10.000 Euro Mehreinnahmen bedeuten. Weiterhin bedeutet der Beschluss, dass das Halten von zwei Hunden von bislang 86,40 Euro auf 105 Euro pro Hund ansteigt. Bei drei Hunden werden künftig 126 Euro, statt bislang 100,80 Euro pro Tier fällig. Bei gefährlichen Hunden muss in Roetgen in Zukunft richtig tief in die Tasche gegriffen werden - zumindest wenn man zwei oder drei Hunde hält. Für einen auf der Liste stehenden Hund bleibt mit 604,80 Euro zwar alles beim Alten, allerdings wird für zwei oder drei solcher Vierbeiner 750 Euro und 900 Euro pro Tier erhoben. Das besteuern von zwei oder drei gefährlicher Hunde, war bislang nicht vorgesehen.

Auf die Anfrage warum es beim Zweit- oder Dritthund denn nicht proportional billiger wird, erklärte Bürgermeister Eis und Gemeindekämmerer Heinz Mertens, dies sei so üblich. „Es gibt hier keinen verbürgten Mengenrabatt nach dem Motto je mehr Hunde, desto billiger.”

Franz-Josef Zwingmann (FDP), der als einziges Ausschussmitglied gegen die Steuererhöhung war, wollte von der Veraltung wissen, was sie denn unternommen hätte, die bislang nicht gemeldeten Hundehalter zu erfassen? Gerd Pagnia (Grüne) regte an, Hunde, die eine Begleithundeprüfung abgelegt haben einen Rabatt zu gewähren. „Ich denke da an einen ermäßigten Steuersatz von eventuell 30 Prozent. Von solchen, ausgebildeten Hunden partizipiert am Ende die ganze Gemeinde”, so Pagnia. Der Ausschuss war sich darüber einig, diese Anregung im Gemeinderat ausführlicher zu diskutieren. Obschon sich der Ausschuss darüber einig war, den Bürgern im Zuge des Konsolidierungsprogramms alles mögliche zuzumuten, wurde aber auch klar, dass das Thema Hundesteuer auch im nächsten Jahr wieder auf den Prüfstand kommen wird - vorausgesetzt die finanzielle Lage bleibt weiterhin angespannt.

Weiterhin wurde beschlossen, die sechs der Gemeinde zustehenden Sitze in dem laut Konzessionsvertrag zu bildenden Energiebeirat Gas zu benennen. Dieser wird sich künftig aus dem Vorsitzenden, Bürgermeister Manfred Eis, vertreten durch seinen allgemeinen Vertreter Heinz Mertens, für die SPD aus Willi Axer und Helmut Mulorz (Vertreter), für die CDU aus Stefan Speitkamp und Michael Seidel (Vertreter), für die UWG aus Achim Matheé und Rainer Wenzel (Vertreter), für die FDP aus Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer (Vertreter) und für die Grünen aus Maria Feigel und Ingrid Karst-Feilen (Vertreter) zusammensetzen.

Um unnötige Irritationen bei der Auslegung der Friedhofsatzung zu vermeiden, empfahl der Haupt- und Finanzausschuss dem Gemeinderat redaktionelle Änderungen vorzunehmen. Im Einzelnen ging es unter anderem dabei um die zulässigen Maße für Grabmale auf Grabstätten für Erdbestattungen. Weitere Tagesordnungspunkte waren ein Informationsaustausch zur Situation des Schulzweckverbandes und über die aktuellen Baumaßnahmen in der Mühlenstraße, den Segeln und in Rott.
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