Roetgen feiert Partnerschaft mit französischem Wervicq

Von: heg
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Zu den „Pionieren der Partnerschaft” gehören der Vorsitzende des Roetgener Partnerschaftskomitees Walter Braun (rechts), der vor 35 Jahren die ersten Kontakte knüpfte, sowie Jean Marie Braem, der viele Jahre lang an der Spitze des Wervicqer Komitees stand. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Am Sonntag, 26. September, steht Roetgen ganz im Zeichen des 35-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Wervicq-Sud. Nachdem der 30. Jahrestag der offiziellen Besiegelung vor fünf Jahren in der nordfranzösischen Stadt gefeiert wurde, werden diesmal die Freunde aus der Nähe von Lille mit Bürgermeister Jean-Gabriel Jacob und der Präsidentin des Partnerschaftskomitees, Marie-Anne Castelain, an der Spitze, zu den Jubiläumsfestlichkeiten in der Eifel erwartet.

Anfang der 1970er-Jahre gehörte Walter Braun zu den Initiatoren der Partnerschaft und ist von Beginn an bis heute Vorsitzender des Roetgener Partnerschaftskomitees. Ihm ging es damals zunächst darum, für die Nachwuchskicker des FC 13 Kontakte ins Ausland zu knüpfen, was zu dieser Zeit noch nicht selbstverständlich war.

Dazu nutzte er seine geschäftlichen Beziehungen in Nordfrankreich. Unter anderem sprach er Helmut Kahle aus der Nähe von Wervicq-Sud an, der als gebürtiger Deutscher dem Gedanken der Völkerverständigung sehr aufgeschlossen gegenüber stand. Dank seiner Bemühungen konnte der Vorsitzende des Wervicqer Fußballvereins, Jacques Van den Neste, interessiert werden, dessen spontaner Besuch bei Walter Braun in Roetgen dann den Stein ins Rollen brachte und das Fundament für eine sich anbahnende Freundschaft legte.

„Kleine Stadt in der Eifel”

Im August 1971 fragte Kahle mit einem Schreiben bei der Stadt Wervicq-Sud an, ob Interesse an einer offiziellen Partnerschaft bestünde. Roetgen stellte er dabei als eine „kleine Stadt in der Eifel” vor, die mit ihrer bezaubernden Umgebung die grüne Lunge von Aachen sei. Auch Walter Braun erkundigte sich bei der Gemeinde Roetgen, ob die Kontakte der beiden Vereine auf eine stabilere Basis gestellt und zu einer offiziellen Partnerschaft ausgebaut werden könnten.

Offene Ohren fand er vor allem beim damaligen Bürgermeister Hubert Wynands, der schnell zu einem der engagiertesten Förderer der Partnerschaft wurde. Dazu beigetragen hatte der überaus herzliche Empfang durch die Stadt Wervicq-Sud mit Bürgermeister Antoine Feys bei einem ersten Besuch und die Tatsache, dass zwischen den beiden Orten einige Gemeinsamkeiten bestanden wie zum Beispiel die Grenzlage zu Belgien oder eine langjährige Tradition der Weberei und Textilfabrikation

Am 23. Juni 1974 wurde die Partnerschaft in Wervicq-Sud offiziell durch die Bürgermeister Feys und Wynands besiegelt, ein Jahr später, am 8. Juni 1975, wurden die Urkunden auch in Roetgen feierlich unterzeichnet.
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