Monschau - Rockfans bekommen ordentlich was auf die Ohren

Rockfans bekommen ordentlich was auf die Ohren

Von: aj
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Die vierköpfige Band „Jailbreak“ aus Monschau rockte beim Rur-Rock-Festival zum vierten und möglicherweise auch zum letzen Mal: Ob es die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder geben wird, ist noch fraglich. Foto: Aline Jansen

Monschau. Für alle Rockfans aus Monschau und Umgebung hatte das Pfingstwochenende ein echtes musikalisches Highlight zu bieten – zum vierten Mal begeisterte das Rur-Rock-Festival das Publikum. Mit fünf tollen Konzerten ließen es die Veranstalter Wolfgang Kaever und Frank Vecqueray in der Monschauer Markthalle richtig krachen.

Den Auftakt machte am Freitagabend das Trio „Lagerfeuer“. Seit 2005 sind Bernd Weiss (Gitarre, Gesang), Heiko Wätjen (Gesang, Kontrabass) und Yann le Roux (Percussion) unter diesem Namen bekannt. Sie haben schon auf dem „German Fest“ in Tokyo und vor 3000 Leuten auf großen Stadtfestbühnen, doch auch in Kneipen oder sogar in Wohnzimmern von Freunden und Nachbarn gespielt.

Im Repertoire der Aachener Band ist alles vertreten. Neben gecoverten Songs von „The Police“ über „Bob Marley“ bis hin zu „Die Ärzte“ gehören auch eigene Stücke zu ihrem Programm – und natürlich gaben die drei einige Lieder ihres ersten eigenen Albums „Hallo, alles klar?“ zum Besten. Mit typischem Lagerfeuer-Stil, humorvollen deutschen Texten und Akustik-Gitarre begeisterten sie ihre Zuhörer und spornten sie zum Mitsingen und Klatschen an.

Am Samstag ging es dann gleich mit zwei Künstlern weiter. Zuerst spielte „Crazy Mama“ auf. Mit ihrem Auftritt huldigten Klaus Niessen (Gesang, Keys, Percussion), Richard Niessen (Gitarre, Gesang), Roland Rongen (Gitarre), Thomas Braun (Bass) und Ewald Broichhausen (Drums) J.J. Cale, der für die Band „Godfather of Cool, Gitarrenmeister, Mentor von Eric Clapton und Mark Knopfler“ ist. Mit einer gelungenen Mischung aus Coolness, Jazz, Country und Blues performten sie die Musik des 2013 verstorbenen Komponisten und Musikers, der als Mitbegründer des Tulsa-Sounds gilt.

Im Anschluss ging es mit Tony Hudspeth, einem „alten Bekannten“, weiter. Der aus Südengland stammende Gitarrist, Sänger und Songwriter lebt seit 25 Jahren in Deutschland. Mittlerweile kann er auf über 1000 Auftritte zurückblicken, unter anderem mit Weltgrößen wie Walter Trout und Carl Verheyen.

Doch auch alleine ist er ein musikalischer Hammer. Dies stellte er am Samstagabend wieder unter Beweis und lieferte mit einem Mix aus Rock, Pop, Soul, Blues, Funk und Country eine grandiose Show ab. Dabei durften neben Cover-Versionen natürlich nicht seine eigenen Stücke des im April erschienen Albums „Stand Up“ fehlen.

Der Sonntagabend begann mit einem „Heimspiel“. Monschaus älteste Rockband „Jailbreak“ war bei jedem Rur-Rock-Festival dabei. Martin Klein (Bass, Gesang), Frank Vecqueray (Leadgitarre), Severin Schwarz (Schlagzeug) und Patrick Marold (Rhythmusgitarre, Background) haben mit ihrem typischen Garagenrock und einer Mischung aus eigenen und gecoverten Liedern schon Kultstatus in der Eifeler Szene erreicht und heizten dem Publikum auch in diesem Jahr wieder ordentlich ein.

Den Abschluss bildete „Catch-A-Coon“, eine sechsköpfige Band aus Rotterdam. Dwain van Dijk, Peter Idema, Henk Blom, Chiel Otten, Ben de Wit und Antal Lohmann sind „The Dutch Lynyrd Skynyrd Tribute” und allesamt Vollblutmusiker, die die Songs der US-amerikanischen Southern Rock Legende spielten und sie so wieder auferstehen ließen.

Dem Publikum hat die Veranstaltung wieder sehr gut gefallen. Die Resonanz und die Rückmeldungen seien alle positiv gewesen, es habe keine kritischen Stimmen gegeben, so die Veranstalter. Trotzdem hinterlässt das vierte Rur-Rock-Festival bei ihnen gemischte Gefühle.

„Mit der Anzahl der Zuschauer waren wir nicht zufrieden, da war noch Luft nach oben. Es fehlte dieses Jahr allerdings ein Topact, der die Halle randvoll füllt“, resümierte Vecqueray. Als weitere Gründe sah er das tolle Grillwetter sowie die großen Festivals „Rock am Ring“ und „Pink Pop“, die zeitgleich zu Rur-Rock stattfanden, und die jedes Jahr tausende Zuschauer, auch aus der Region, anziehen.

Ob es im nächsten Jahr ein fünftes Rur-Rock-Festival in Monschau geben wird, ist unklar. „Wir wissen es nicht, aber eher nicht. Ohne Sponsoren ist eine solche Veranstaltung aus unternehmerischer Sicht, und wir sind Unternehmer, jedenfalls kaum zu stemmen“, musste Vecqueray mitteilen.

Besonders schade sei dies für die Besucher aus der näheren Umgebung, die die Veranstaltung seit Jahren unterstützten. Außerdem seien viele Zuschauer Pfingst-Touristen der Altstadt gewesen, die immer positiv überrascht gewesen wären von dem angebotenen Programm, da an Abendveranstaltungen ansonsten wenig geboten würde.

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