„Rock & Songs”: Musik-Mix aus der Region erweist sich als großer Hit

Von: ale
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Gute-Laune-Musik in der Bodega
Gute-Laune-Musik in der Bodega: Die „Malle Diven” (v. li.) Maurice Braun, Julius Tambornino und Jakob Stählin, nahmens leicht. Foto: Anneliese Lauscher

Imgenbroich. Mit einem solch starken Andrang hatten die Gastgeber nicht gerechnet: Die Bodega hatte am Sonntagabend zu „Rock & Songs” eingeladen, und die Musikfreunde füllten nicht nur den Innenraum des Imgenbroicher Lokals, sondern auch die ganze Terrasse.

Ein bunter Mix durch die junge Musikszene der Region wurde geboten, und manche Überraschung erwartete das gut aufgelegte Publikum.

Wie ein kleines Sommer-Musikfestival fühlte es sich an - leicht bekleidet konnte man draußen sitzen (oder stehen), ein südliches Getränk im Glas und handgemachte Musik in den Ohren. Dominik Huppertz machte den Anfang, er beeindruckte mit seinen Liedern zur Gitarre.

„Wonderwall” von Oasis und „Ein Kompliment” von Sportfreunde Stiller klangen richtig gut. Es folgte „sol bop” mit Bob-Dylan-Liedern; Freddy Tings an der Gitarre und Bertram Model am Keyboard interpretierten Stücke ihres Idols wie „Forever Young” oder „Its all over now”, da ging den Fans das Herz auf.

Vivian Dohlen füllte mit ihrer schönen Stimme den Raum, auch sie begleitete sich selbst an der Gitarre. „Kiss, me” kam besonders gut an. Verblüfft lauschte man dann Theresa Tambornino: Wie sie mal mit verträumtem Feeling, mal kraftvoll, eine besondere Auswahl von Songs vortrug, das rhythmische „Neopolitan Dreams” und das romantische „First Day of my Life” - man hätte ihr noch länger zugehört.

Als Peter Tambornino zum Mikrofon griff und die „lieben Freunde der Eifeler Musik” darauf aufmerksam machte, „dass es auch noch etwas anderes als gefällige Musik gibt”, horchten die Gäste erwartungsvoll auf. „Knothole” wurde angekündigt, dahinter verbirgt sich Jonas Förster, der wurde mit seiner Musik schon nach London und Tokio eingeladen.

Laut war sie, sodass einige sich einen weiter entfernten Platz suchten. Etwas Schrilles, Psychedelisches, Galaktisches, jedenfalls sehr Rhythmisches schwirrte durch die Ortsmitte von Imgenbroich; junge Leute hüpften im Takt, ältere sagten, dass ihnen nun das Essen nicht mehr schmecke.

Dann war die Welt wieder in Ordnung, es kamen die „Malle Diven”. Die sangen einen so herrlichen Stuss, dass es eine Freude war, ihnen zuzuhören. Zu einem (fast immer gleichen) Klimpertakt hatten sie sich anspruchsvolle Texte ausgedacht, da reimte sich „tut weh” auf „St. Tropez” - eine köstliche Persiflage auf deutsche „Schlager” und Stimmungshits. Offensichtlich nahmen sich die drei, Maurice Braun, Julius Tambornino und Jakob Stählin, selbst nicht ganz ernst.

„Basement” lässt aufhorchen

„Basement”, die Band muss man sich merken: Vier ganz junge Männer eroberten mit ihrem Pop-Rock die Herzen der Musikfreunde. „Halt dich an mir fest” und „Ich laufe” zeugten von jugendlichem Charme und musikalischem Können. Besonders beeindruckend: die tolle Stimme des 16-jährigen Felix Offermanns. Seine Mitstreiter: Fabio Krämer, Gitarre, Sebastian Bechtel, Keyboard, und Sven Jentges, Drums. Das Quartett wird auch bei den Simmerather Musiktagen am Samstag, 1. September, im Rurberger Antoniushof zu hören sein.

Drei erfahrene Musiker rundeten das vielfältige Programm ab: Jens Ahnert, Peter Tambornino und Friedhelm Rüttgers haben sich zu „Wood Panel” zusammengetan. Sie bekamen viel Applaus für „One” von U2, „Mad World” und „Englishman in New York - einfach Klasse.
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